Zweiter Sieg für Thieme, der vierte für Mecklenburg

Zweiter Sieg für André Thieme, der vierte für Mecklenburg
Zweiter Sieg für André Thieme, dieses Mal im Sattel von Aretino

„In jedem anderen Sport bin ich sehr angriffslustig, nur beim Reiten bin ich etwas lockerer“, stellt er fest und wundert sich fast, dass er schon seinen zweiten Sieg bei den DKB-Pferdewochen in Groß Viegeln feiert.

André Thieme und der zehnjährige Holsteiner Aretino siegten im Championat der BSC Verwaltungs GmbH, einer Qualifikation zum Mitsubishi Motors Masters League-Finale. Die Plätze zwei und drei gingen an Jan Wernke auf Nashville HR und den Niederländer Willem Greve auf Carambole.

In der Siegerrunde der besten 13 Paare blieben Thieme und der Artani-Sohn Aretino fehlerfrei und wählten den kürzesten Weg. „Ich traue mich selten, so kurz rum zu reiten“, gesteht der 43-Jährige aus Plau am See. „Aber heute hat es geklappt.“ In 40,20 Sekunden flitzte das Paar durch den Parcours der Siegerrunde und war damit mehr als drei Sekunden schneller als der Zweitplatzierte. Genau: 3,32 Sekunden – das wären im Pferderennen wohl lässig fünf, sechs Pferdelängen Vorsprung.

Hausherr Holger Wulschner freute sich auf doppelte Weise: „Das ist der vierte Sieg für Mecklenburger Reiter hier in diesem Jahr und der zweite für André. Das freut mich sehr. André hat auch eine längere Durststrecke hinter sich und fing schon an zu zweifeln. Er hat diese Siege absolut verdient.“ Alfred Behrens, Sponsor dieser Prüfung, nickte heftig und stimmte Wulschner voll zu: „Ich komme eigentlich aus der Jagdreiterei, aber der Springsport hier heute hat mich begeistert. Die drei Herren sind super geritten, es war ungeheuer spannend und der Sieg für André, der vierte für Mecklenburg – besser geht’s nicht.“

Wulschner selbst hatte sich mit dem Holsteiner Casallvano unter die besten 13 in die Siegerrunde gesprungen, dort eine flotte Runde hingelegt, doch leider rollte die Stange am vorletzten Hindernis. „Ich bin super zufrieden“, betonte der Turnierchef. „Ich habe das Pferd erst seit drei Monaten – ein Dankeschön an die Familie Hamann, die mir Casallvano zur Verfügung stellt – und er entwickelt sich wirklich rasant.“

Jan Wernke (Holdorf) war mit Platz zwei auf dem zwölfjährigen Nintender-Sohn Nashville hoch zufrieden. Der 28-Jährige genießt bei seinen Kollegen den Ruf, ein flotter Reiter zu sein – lachendes Zitat von Springreiterkollege Guido Klatte Jun. „Jan ist wild.“ Mit einem Augenzwinkern in Richtung Sonntag erklärt Wernke: „Heute war ich noch nicht wild, hoffentlich im Großen Preis.“

Nach einer längeren Pause war der Holsteiner Cassini-Sohn Carambole heute zum ersten Mal wieder in der Großen Tour am Start. „Mir war heute gar nicht wichtig, ob ich Dritter, Vierter oder Sechster werde“, erklärt der Niederländer Willem Greve. „Aber ich bin sehr froh, dass Carambole so gut gesprungen ist. Ich wollte ihn gerne hier in Groß Viegeln erstmals wieder Große Tour reiten, weil ich weiß, hier sind die Bedingungen absolut spitze. Das ist auch der Grund, warum ich hier bin. Danke an Holger Wulschner, auf diesem Turnier passt alles für uns.“