Weihegold und Werth “dirigieren” in der Holstenhalle

Weihegold und Werth “dirigieren” in der Holstenhalle
Standing Ovations für Isabell Werth und Weihegold OLD in den Holstenhallen nach dem Sieg in der Qualifikation zum FEI Dressage World Cup

Verdienter Sieg von Isabell Werth bei den VR CLASSICS.

Mit Weihegold OLD hat sie die Qualifikation zum FEI Dressage World Cup, die Grand Prix Kür der VR Bank Neumünster, souverän mit 86,81 Prozent gewonnen. Standing Ovation gab es für die 14 Jahre alte Stute und ihre weltberühmte Reiterin.

Die Ehrenrunde war dann das I-Tüpfelchen. Die Hand ging ans Ohr, als könne sie nicht genug hören. Der piaffierenden Weihegold forderte noch mehr Applaus, der ihm bereitwillig und vergnügt gespendet wurde. Niemand zelebriert Ehrenrunden so wie I.W., wenn alles passt. Pferdeform, Ergebnis und Stimmung.

Bestform erzeugt Begeisterung

Es war der neunte Sieg von Isabell Werth in der Weltcup-Kür in Neumünster und sie hat ihn sehr genossen. “Weihegold war sehr gut drauf, sehr fokussiert, einmal ein bisschen schneller als ich, aber das ist etwas, was ich mir merken muss”, so die Doppel-Weltmeisterin und Titelverteidigerin im FEI Dressage World Cup. Alles, was man in Neumünster erlebt hat, unterstreicht nur den Stellenwert die der Weltcup hier hat. Umwerfend mit welchem Enthusiasmus die Zuschauer den Dressursport hier begleiten.

Tatsächlich waren bereits tausende zur Qualifikation im Grand Prix dabei, am Sonntag gab es dann keinen freien Platz mehr, als die 15 besten Paare den Preis der VR Bank Neumünster eroberten. “Wir haben in den vielen Jahren hier nicht nur nette Siegerinnen kennengelernt, sondern überhaupt Reiterinnen und Reiter, die nahbar und bodenständig sind”, unterstrich Dirk Dejeweski, Vorstand der VR Bank Neumünster, “und so sind wir als Unternehmen auch.”

Run auf das Finale geht weiter

Hinter der Rekordsiegerin reihte sich Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Damsey FRH ein (83,82). Er trabte mit seinen 17 Jahren putzmunter und fit durch die Holstenhallen. “Ich habe zu wenig riskiert”, räumte Langehanenberg.

Jetzt geht es nochmal nach s`Hertogenbosch.” Langehanenberg übernahm mit 71 Punkten die Führung in der West-Europaliga des FEI Dressage World Cup vor Dorothee Schneider (Framersheim) mit 70 Zählern und Benjamin Werndl (Aubenhausen) mit 68 Punkten.

Für Judy Reynolds aus Irland war der Weltcup-Start in Neumünster ein weiterer Schritt Richtung Weltcup-Finale mit Vancouver K (82,75). Die in Dorsten lebende Irin plant genauso wie ihre deutschen Mitbewerberinnen den Start bei der zehnten Qualifikationsstation im März in den Niederlanden. Einen mehr als achtbaren Erfolg verbuchte Kathleen Keller aus Appen mit San Royal im FEI Dressage World Cup.

Dorothee Schneider siegt im Grand Prix Special

Mit dem zweiten Sieg von Pathétique unter Dorothee Schneider endete der Grand Prix Special im Championat der Pferdestadt Neumünster. Diese von der R+V / VTV Generalvertretung Stapelfeldt präsentierte Prüfung war zugleich auch Schauplatz zukünftiger Grand Prix-Pferde. Pathétique ist genauso wie der fünftplatzierte Quintus von Isabell Werth elf Jahre alt, Mannschafts-Olympiasiegerin Kristina Bröring-Sprehe aus Dinklage pilotierte ihr zehn Jahre altes Nachwuchspferd Destiny OLD auf den dritten Rang und auch die in Hamburg lebende Juliane Burfeind hatte mit Devanto ein erst zehn Jahre altes Dressurtalent unter dem Sattel. Dorothee Schneider übrigens feierte am Sonntag Geburtstag, hatte aber dank der Pferde wenig Zeit zum Plaudern, denn gleich nach dem Grand Prix Special folgte der FEI Dressage World Cup mit dem Preis der VR Bank Neumünster, den sie mit Sammy Davis jr. auf dem fünften Platz beendete.

Ergebnisse VR Classics Neumünster