WEG Tryon: Deutsche Reiner zur Halbzeit auf Erfolgskus

WEG Tryon: Deutsche Reiner zur Halbzeit auf Erfolgskus

Erste Hälfte der Teamprüfung beendet.

Guter Auftakt für das deutsche Reining-Team bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA, die gestern offiziell eröffnet wurden: Nach zwei von vier Reitern rangieren die deutschen Reiter auf Rang drei hinter Italien und den USA und nehmen damit Kurs auf eine Medaille. Die Prüfung wird am Nachmittag Ortszeit fortgesetzt.

Erster Teamreiter für Deutschland war der fünfmalige WEG-Teilnehmer Grischa Ludwig (Bitz) mit Ruf Lil Diamond. Das Ergebnis des Paares: 223,5 Punkte. „Meine Diamond war heute ein bisschen müde, sie ist das Wetter hier halt nicht gewöhnt. Es war ihr sehr warm. Aber sie ist immer ein Verlasspferd, hat alles gegeben“, sagt er. „Mit meinem Score bin ich wohl ziemlich sicher in der Einzelwertung. Dort muss ich dann aber noch eine Schippe drauflegen, wenn ich vorne dabei sein“, sagt der amtierende Vizeweltmeister und erklärt auch, wo er sich noch verbessern kann. „Der letzte Stopp war nur semi-ideal, nicht so, wie sie es eigentlich kann und auch das Rückwärtsrichten geht noch besser.“

Verschwitzt, aber über das ganze Gesicht strahlend beendete Neuling Markus Süchting (Steyerberg) mit Spotlight Charly seine WM-Premiere. Mit ihm strahlten auch die Teamkollegen und der Bundestrainer Nico Hörmann über das Ergebnis von 222 Punkten. „219 war mein absolutes Wunschziel. Eine 222, dann noch mit einem Unterdrehen, das ist der absolute Wahnsinn“, sagt er und erklärt: „Nach dem Spin muss das Pferd immer genau zu den Richtern gucken, da waren wir einen Tucken zu früh. Das hat sicher einen halben Punkt pro Richter gekostet. 1,5 mehr, das wäre mein absolut bestes Ergebnis gewesen. Aber ich bin auch so absolut zufrieden.“

Anders als Grischa Ludwig, der sich erst mit der für deutsche Verhältnisse großen Showhalle arrangieren musste, hatte Süchting damit keine Probleme. „Wir haben zum Glück zu Hause einen Außenreitplatz mit den gleichen Maßen. Daher bin ich es gewohnt, die Größe an Zirkeln zu showen. Ich finde das mega. Du kannst hier einfach mehr Finesse zeigen als in einer kleinen Halle.“

Etwas unter ihren Möglichkeiten blieb Einzelreiterin Maria Till (Leipzig) mit ARC Captain, die Jüngste in der Mannschaft. Sie war ganz kurzfristig ins Team nachgerückt, später als die anderen angereist und erzielte als erste der deutschen Starter einen Score von 208 Punkten. „Unser Hauptmanko war das Herauswechseln aus den Zirkeln“, sagt sie. „Wir hatten einfach wenig Zeit zur Vorbereitung. Aber ich bin erst 21 und hier, um zu lernen. Andere arbeiten ein Leben lang darauf hin, bei Weltmeisterchaften dabei zu sein. Ich bin toll aufgenommen worden und hoffe nun für mein Team, dass es eine Medaille gewinnt“