WEG Tryon: Auch deutsche Distanzpferde passieren Verfassungsprüfung

Langstreckler starten am frühen Mittwochmorgen in die Weltreiterspiele.

Als drittes deutsches Team haben die Distanzreiter- und -pferde ihre Verfassungsprüfung für die Weltreiterspiele in Tryon/USA passiert. Alle drei deutschen Pferde sind „fit to compete“ und können am frühen Mittwochmorgen (6.30 Uhr Ortszeit) auf die 160 Kilometer lange Strecke starten. Dort fällt am Abend die erste Medaillenentscheidung der Weltreiterspiele 2018.

Für Deutschland treten im Distanzreiten an: Rebecca Arnold (Nürtingen) mit Serpa, Bernhard Dornsiepen (Balve) mit Bekele el Djem und Ursula Klingbeil (Buch) mit Aid Du Florival. Equipechefin Annette Kaiser ist nach der bestandenen Verfassungsprüfung optimistisch: „Die Stimmung im Team ist gut und die Pferde sind gesund. Wenn morgen alle fit ins Ziel kommen, dann haben wir auch eine realistische Chance auf eine Medaille.“

Da die Strecke hauptsächlich über privaten Grund verläuft, konnten die Reiter diese vor dem Start nicht besichtigen. Jedoch haben die Teams Bilder sowie das Höhenprofil der Strecke gesehen. „Die Strecke ist technisch anspruchsvoll, aber wir haben drei erfahrene Reiter dabei, die aus dem Sauerland und von der schwäbischen Alb kommen. Sie und ihre Pferde kennen Berge und sind gut vorbereitet“, sagt Kaiser.

Um 6.30 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr deutsche Zeit) starten die 124 Pferde und Reiter auf die 160 Kilometer lange Strecke. Mit 20.30 Uhr (Ortszeit) ist das Ende dieses ersten Wettbewerbs der Weltreiterspiele angegeben, dann sollte auch das letzte Paar im Ziel sein. Die Entscheidung über die Medaillen allerdings fällt weit eher: Die schnellsten unter den Ausdauersportlern legen die 160 Kilometer in rund sieben Stunden Reitzeit zurück (die vier vorgegebenen Pflichtpausen nicht eingerechnet). Die Strecke ist in fünf sogenannte Loops unterteilt. Nach jedem einzelnen erreichen die Pferde das Vet-Gate, wo ihre Verfassung überprüft wird. Nur, wenn die Tierärzte grünes Licht geben, darf weitergeritten werden.

Aufgrund des schwül-heißen Wetters wurde die Mindestgeschwindigkeit für den Ritt von 15 auf 12 km/h heruntergesetzt. Wenn die Paare das Vet-Gate erreichen, müssen sie nach spätestens 15 Minuten einen Puls von 64 erreicht haben. Auch dies wurde angepasst. Zuvor musste der Pulswert erst nach 20 Minuten erreicht sein.