WEG 2018: Beste Ausgangslage für deutsche Vielseitigkeitsreiter

WEG 2018: Beste Ausgangslage für deutsche Vielseitigkeitsreiter

Krajewski und Klimke in der Einzelwertung vorne.

Der erste Schritt ist getan. Bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA liegt die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft nach der Dressur vor Großbritannien und den USA in Führung. Nachdem Julia Krajewski mit Chipmunk FRH am ersten Tag bereits mit rekordverdächtigen 19,9 Minuspunkten vorgelegt hatte, folgte ihr Ingrid Klimke heute auf dem Fuße und machte als Schlussreiterin den vorläufigen ersten Platz für das Team dingfest.

„Ich bin total happy, vor allem weil Bobby total relaxed war. Er war schon die Tage hier sehr entspannt. Aber manchmal, wenn die Atmosphäre so ist wie hier, kann er schon mal ein bisschen heißer werden, so wie dieses Jahr in Luhmühlen zum Beispiel. Aber ich hätte sogar schon eher einreite können“, sagte Ingrid Klimke nach ihrer Vorstellung. „Ich bin jetzt echt in der Luxussituation, dass wir uns in- und auswendig kennen und er schon so viele Aufgaben gegangen ist. „Es war eigentlich alles ganz easy, ich konnte für die Wechsel immer schön Schwung holen, so dass die noch ein bisschen mehr bergauf waren, er ist schön getrabt und war super gelassen im Schritt.“ Insgesamt gab es 23,3 Minuspunkte für die Europameisterin aus Münster, die damit als Schlussreiterin den vorläufigen ersten Platz fürs deutsche Team dingfest machte.

Zuvor hatte als dritter deutscher Teamreiter Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Corrida das Viereck mit einem Ergebnis von 30,3 Minuspunkten verlassen – nur ein Zehntel hinter Kai Rüder (Blieschendorf), der am Donnerstag als erster Deutscher die Dressur absolviert hatte und auch am Samstag der Erste sein wird, der die Geländestrecke testet. Bis auf das Halten war Dibowski mit seiner Vorstellung sehr zufrieden. „Sie war total bei mir, sie war positiv. Was sie noch nicht so gut kann – das war auch im Training noch das Problem – , ist das Halten. Insofern kann ich dann auch nicht erwarten, dass es im Test besser ist“, erklärte er. „Sie steht schon ruhig und wartet ab, lässt sich aber wenig korrigieren. Ich muss das eben nehmen, wie es kommt kann. Das andere habe ich vom Gefühl her sehr gut herausreiten können. Insgesamt hat sie viel Potenzial, jetzt muss man an den Feinschrauben drehen.“

Vorläufig nimmt das deutsche Team 73,4 Minuspunkte mit in die Geländeprüfung, für die Briten schlagen nach Dressur 80,8 Minuspunkte zu Buche. Sie rangieren nicht zuletzt dank ihrer Schlussreiterin Rosalind Canter mit Allstar B auf Platz zwei. Die EM-Fünfte des Vorjahres erzielte 24,6 Minuspunkte und nimmt damit im Einzelranking den dritten Platz ein. Das US-amerikanische Team folgt mit 83,0 Minuspunkten,

Ein ähnliches Ergebnis wie die beiden Teamreiter erzielte auch Einzelreiterin Sandra Auffarth mit ihrem Nachwuchspferd Viamant du Matz: 30,6 Minuspunkte.gab es für die Titelverteidigerin. Auch der Fuchs tat sich mit dem Halten noch etwas schwer. „Ich bin total zufrieden mit meinem Pferd. Er hat sich super entwickelt in den letzten Monaten. Auch hier in Tryon beim Training wurde es von Tag zu Tag besser“, lobte Sandra Auffarth ihr Nachwuchspferd. „Das Rückwärtsrichten klappt sonst eigentlich recht gut, ich denke, dass er heute doch etwas angespannt war. Aber er ist ja noch jung und ich bin froh, dass er die Energie hat. Die braucht er auch für das Gelände. Die Dressur hat viel Spaß gemacht, jetzt freue ich mich auf das Gelände.“