Ver-Dinale – Felix Haßmann gibt die Führung nicht ab

Ver-Dinale - Haßmann gibt die Führung nicht ab
Andre Hecker und Hemingway 60 gewinnen den Kurz Grand Prix und die Grand Prix Kür in Verden

Rieskamp-Goeding hat zwei Eisen im Feuer

Der Samstagvormittag stand im Zeichen der 2. Qualifikation der Youngster Tour für sieben- und achtjährige Springpferde. Geritten wurde in beiden Altersklassen um den Einzug ins Finale am Sonntag. Bei den Siebenjährigen hatte erneut Tim Rieskamp-Goedeking mit Pepita G die Nase vorn. Bereits am Vortag siegte das Paar in der ersten Qualifikation. Mit Null Fehlern „überflog“ der Reiter den Parcours mit zehn Hindernissen. Der Lokalmatador Harm Lade hatte ebenfalls gute Chancen auf den Sieg. Er hatte keine Abwürfe, war aber 0,6 Sekunden langsamer. Das brachte ihm den zweiten Platz mit Oak Grove’s Zilzal. Den dritten Platz sicherte sich Alexander Bontemps mit Ravel H. Das Paar ging für den Verein Pferdezucht- u. RV Luhmühlen e.V. an den Start und blieb fehlerfrei in 50,77 Sekunden.

Auch bei den Achtjährigen gab es keinen Führungswechsel

Hier wurde in zwei Abteilungen geritten. In der ersten Abteilung siegte der Vortagessieger Felix Haßmann mit Horse Gym’s Cylana. Das Paar setzte mit Null Fehlern und einer Zeit von 49,14 Sekunden eine neue Bestmarke.

Auf den Plätzen hat sich allerdings was getan. Thomas Brandt konnte mit seiner Stute Laviata einen Platz zum Vortag gutmachen und platzierte sich mit 50,94 Sekunden auf den zweiten Platz. Er bewältigte den Parcours strafpunktfrei in 50,94 Sekunden.

Mit seinem zweiten Pferd Sarastro IV gelang Enrico Süßenbach ein weiterer Erfolg. Hatte er gestern bei den Siebenjährigen mit Gabalier HRH die erste Abteilung gewonnen, platzierte er nun den achtjährigen Stolzenberg-Escudo I Sohn auf dem dritten Platz. Er benötigte 51,70 Sekunden.

Die zweite Abteilung wurde angeführt von Champion K und Christof Kauert, die am Freitag noch auf dem zweiten Platz lagen. Die beiden waren am schnellsten unterwegs und holten sich in 50,90 Sekunden den Sieg. Tim Rieskamp- Goeding hatte auch in dieser Prüfung ein „heißes Eisen“ im Feuer. Mit Sleeta, platzierte er sich an zweiter Position in 51,30 Sekunden. Der Dritte auf dem Siegerpodest ist Christopher Kläsener. Er hatte Mr. Fuchs gesattelt und nahm die Hindernisse mit Leichtigkeit in 52,14 Sekunden.

Das Bundesnachwuchschampionat für Ponyspringreiter

Das Pony – Championat gibt es seit 1989. Teilnahmeberechtigt sind Reiter im Alter von 16 Jahren und jünger. Der Weg nach Verden führt über fünf Sichtungsturniere. „Das Niveau ist sehr hoch“, lobten die Richter Peter Schierling, sowie Dieter Rippe und vergaben drei Mal Wertnoten über 8,0. Für das Finale am Sonntag platzierten sich sieben Paare.

Im Preis der Horst Gebers Stiftung gewann Lara Tonnissen mit Miss Mac Fly D. Das Paar erhielt die Bestnote 8,6. 8,2 und somit Rang zwei hieß es für Hanna Schreyer mit Call me Campino. Mit der Note 8,0 ging der dritte Platz an den einzigen Reiter dieser Prüfung, Mathies Rüder. Er war mit Del Piero am Start.

Mittags stand die Königsdisziplin der Dressur auf dem Programm

Hier wurde ein Kurz Grand Prix geritten. Lediglich sieben Paare hatten sich in die Starterlistet eingetragen. Geritten wurde um den Ehrenpreis der Firmen Madams Event Caterina GmbH und Fricke Landmaschinen GmbH.

Das erste Paar setzte hohe Maßstäbe und konnte sich bis zum Schluss behaupten. Somit ging der Sieg an André Hecker. Dem zwölfjährigen Hannoveraner Wallach Hemingway, gaben die Richter Cornelia Albrecht, Ute von Platen und Gudrun Hofinga 69.147%.

André Hecker ist Stammgast in der Niedersachsenhalle und hat bereits zahlreiche Erfolge bei der VER-Dinale errungen. „Schon mit 4 Jahren saß ich auf dem Rücken von Kühen, ritt auf den Kutschpferden und konnte nie genug davon bekommen”, so Hecker. „Das Reiten klassischer Dressurlektionen war schon immer etwas außergewöhnliches für mich. Durch meine Größe und mein eher schlechtes Auge war der Springsport für mich kein Thema.”

Platz zwei ging an die Vorjahressiegern Svenja Peper-Oestmann mit Disneyworld. Als Favoritin gestartet, kosteten Fehler in den Pirouetten wertvolle Punkte. In der Summe kam sie auf 67.326%. Platz drei ging mit 66.977% an Lena Waldmann und Sir Liberty, die als Chefbereiterin auf dem Gestüt Bonhomme vor den Toren Berlins, tätig ist.

„Knop Vereins Trophy Team Springen“ mit elf Mannschaften

Die Ausschreibung sieht vor, dass der erste Starter jeder Mannschaft den Parcours auf A-Niveau bewältigt, der Zweite auf L und der Dritte auf M.

Unter viel Beifall der Besucher, sowie der Vereinsmitgliedern auf der Tribüne, gab es in keiner Runde Abwürfe. Lediglich die Zeit entschied über Sieg und Platzierung.

Der Reitverein Sottrum war der schnellste. Alina Kathleen Strehl mit Limoncello du Risque, Alexander Pusch mit Black Cornet und Inga Czwalina mit Armata siegten. Die Silbermedaille ging an die Reiter vom RFV Rodewald. Luca-Marie Wigger mit Delta Airline, Luca Jüttner mit Gingelina Bianca und Stephanie Böhe mit Fifty Special. Die Bronzemedaille verdiente sich der RuRV Schwarme. Für diesen Verein traten Kendra Peters mit Lortendro, Franziska Rinne mit Balotelli und Stephan Dubsky mit Be my Fellow, an.

Spannende zweite Qualifikation zum Großen Preis

55 Starter ritten um den Sieg. Insgesamt elf Paare blieben strafpunktfrei. Die beste Zeit lieferte Rene Dittmer. Er gewann die Prüfung und führte die Siegerrunde mit Chesney an. Seine Zeit, 55.24 Sekunden. Platz zwei sicherte sich Hans-Torben Rüder mit Amba. Nur knapp geschlagen mit 0 Fehlern und 56.3 Sekunden erhielt das Paar die silberne Schleife. In 60.94 Sekunden absolvierte Henrik Sosath mit Casirus den Parcours. Auch er legte eine Runde ohne Fehler hin.

Das Abendprogramm wurde mit einer Grand Prix Kür eingeläutet. Hier qualifizierten sich den Teilnehmern aus dem Kurz-Grand Prix. Die Kür ist ein absolutes Highlight beim Hallenreitturnier. Der Preis wurde gestiftet von Frau Madeleine Winter-Schulze.

Favoritenrolle von Andre Hecker in der Grand Prix Kür bestätigt

Mit 75,02 Prozent verwies er auf Hemingway die Konkurrenz deutlich in die Schranken. Er war sichtlich zufrieden mit seinem Auftritt: „Wir konnten uns in der Kür noch etwas steigern und eine Schippe drauflegen“. Die drei Richter vergaben erneut hohe Noten. In der Fußnote wurde besonders die Leichtigkeit in der Anlehnung erwähnt. „Feines Reiten hat uns Hecker hier gezeigt“, fasste das Richtergremium zusammen. Der zweite Rang war Elisa Prise vorbehalten, die mit Dark Dancer 74,06 Prozent von der dreiköpfigen Jury erhielt. Dritte wurde Svenja Peper-Oestmann auf Disneyworld.

Indoor Speed Derby als letzte Prüfung des Tages

Es wurde in Form einer Zeitspringprüfung der Kl. S* ausgetragen. Sie führte durch die Haupt- und zwei Abreite Hallen. Tempo war also das Thema. Und es wurde richtig Gas gegeben. Mit 75.31 Sekunden siegte Hendrik Sosath mit Lady Lordana. Platz zwei, mit 76.97 Sekunden, ging an Patrick Stühlmeyer mit Sucano und der dritte Platz an Kai Rüder mit Chicago M in 78.84 Sekunden.