Turnier der Sieger – Start-Ziel-Sieg nach Maß für Kendra Claricia Brinkop

Turnier der Sieger - Start-Ziel-Sieg nach Maß für Kendra Claricia Brinkop Turnier der Sieger – Start-Ziel-Sieg nach Maß für Kendra Claricia Brinkop

Brinkop und A la Carte NRW legten im Stechen der Riders-Tour-Qualifikationsprüfung vor – und waren nicht mehr einzuholen

Als zweite Starterin ritt Kendra Claricia Brinkop in den Stechparcours und legte die erste Null-Fehler-Runde vor. Zwölf weitere Reiter folgten, doch schneller war niemand. Ein Sieg nach Maß für die 22-jährige Brinkop: Im Sattel des Hengstes A la Carte NRW gewann sie im westfälischen Münster den „Marktkauf-Cup“, der zugleich die Qualifikation für die Riders-Tour-Wertungsprüfung am Sonntag war.

Für gewöhnlich schätzt es kaum ein Reiter, den Stechparcours zu eröffnen – besser stehen die Chancen, wenn man zuletzt den Parcours durchreitet und bereits einschätzen kann, wie der Rest des Starterfeldes sich geschlagen hat. Ähnlich „unglücklich“ traf es Kendra Claricia Brinkop: Als zweite Reiterin ritt sie am Samstagnachmittag in den Stechparcours vor Münsters historischem Schloss. Im „Marktkauf-Cup“, einer internationalen Springprüfung der Klasse S*** bzw. CSI4*, hatte sie sich zuvor im ersten Umlauf mit einer Null-Fehler-Runde für das Stechen qualifiziert. Die erste Reiterin im Stechparcours, Chloe Reid, kam mit einem Abwurf durchs Ziel. Doch auch nach Brinkop sollten zwölf weitere Reiter im Stechen folgen, die den Sieg im Blick hatten. Trotzdem riskierte die 22-Jährige alles. Im forschen Galopp steuerte sie das erste Hindernis an, traf prompt eine etwas große Absprungdistanz, aber ihr Hengst A la Carte NRW rettete die Situation mit großem Springvermögen. Der restliche Parcours gelang sprichwörtlich „wie am Schnürchen“: Drei weitere enge Wendungen schaffte das Paar spielend und blieb fehlerfrei. Beim Durchreiten der Ziellinie zeigte die Uhr eine Zeit von 34,91 Sekunden an.

Die folgenden Reiter bemühten sich, die Bestzeit zu unterbieten, doch schneller war niemand. Am Ende reichte es für Jens Baackmann, der als Münsteraner vor heimischer Kulisse ritt, für den zweiten Platz. Auf der Schimmelstute Carmen, mit der er die Prüfung im vergangenen Jahr gewonnen hatte, beendete er den Stechparcours strafpunktfrei in 36,65 Sekunden. Mit einer Null-Fehler-Runde in 35,99 Sekunden erreichte der Schwede Peder Fredricson Platz Drei.

Brinkop hat vor wenigen Wochen ihre kaufmännische Ausbildung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung abgeschlossen und verstärkt nun als Bereiterin das Team von Marcus Ehning in Borken. Über ihr Erfolgspferd A la Carte NRW sagte sie nach dem Ritt, er sei „gut in Schuss“ und zeige stets eine „beständige Leistung“. „Auch morgen werde ich mit ihm in der ‚Großen Tour‘ an den Start gehen. Aber wie dann die Chancen stehen, kann ich noch nicht sagen, denn morgen ist ein neuer Tag“, sagte die Springreiterin. Auch der Zweitplatzierte Jens Baackmann war sich sicher: „Morgen werden die Karten neu gemischt.“

Die internationale Springprüfung der Klasse S*** bzw. CSI4* fand im Rahmen der „Großen Tour“ bei Münsters traditionsreichem Turnier der Sieger statt. Sie war zugleich die Qualifikation zur Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour: Sind die Reiter am Sonntag im „Großen Preis der Stadt Münster“, dem Finale der „Großen Tour“, erfolgreich, sammeln sie damit zugleich wertvolle Punkte in der Gesamtwertung der prestigeträchtigen Riders Tour. Auch Ludger Beerbaum und Christian Ahlmann, die während der vergangenen Tage im niederländischen Valkensward an den Start gingen, haben sich für das Springen in Münster angekündigt. Münster ist die vierte von sechs Etappen der Turnierserie; weiter geht es in Paderborn (7. bis 10. September). Beim Reitturnier „Munich Indoors“ (9. bis 12. November) satteln die Springreiter dann für das große Finale. Aktuell führt Markus Beerbaum die Gesamtwertung mit 24 Punkten an, dicht dahinter ist ihm der Italiener Emanuele Gaudiano mit 22 Punkten auf den Fersen. Platz Drei der Wertung teilen sich zurzeit Pato Muente und Holger Wulschner, die bereits jeweils 20 Punkte auf dem Konto haben. Es ist also noch völlig offen, wer sich in wenigen Monaten „Rider of the Year“ nennen darf.

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Quelle: Westfälischer Reiterverein e.V.
Claudia Hoffmann