Sieg im Grand Prix de Dressage für Münsteranerin Ingrid Klimke

Sieg im Grand Prix de Dressage für Münsteranerin Ingrid Klimke
Klimke und Franziskus beweisen Klasse vor heimischer Kulisse

Klimke und Franziskus beweisen Klasse vor heimischer Kulisse.

Ein großes Strahlen hatte Ingrid Klimke im Gesicht, als sie am Donnerstagvormittag aus dem Dressurviereck ritt: Mit der Leistung des Hengstes Franziskus im Grand Prix de Dressage, der ersten Prüfung des diesjährigen Turniers der Sieger, war die Münsteranerin rundum zufrieden. Das sahen auch die Richter so: Ein Ergebnis von 74,43 Prozent bescherte dem Paar den Sieg im Grand Prix vor dem münsterschen Schloss.

Klimkes Darbietung im Sattel von Franziskus war gespickt mit Höhepunkten in Piaffe, Passage und der Trabverstärkung. Lediglich in den Serienwechseln leistete sich das Paar ärgerliche Fehler. „Das war natürlich ärgerlich“, sagte die 51-Jährige nach ihrem Ritt. „Zu Hause springt er die Einerwechsel immer super. Die Störungen in der Prüfung haben wichtige Punkte gekostet.“ Trotzdem sei sie vollauf zufrieden, wie sie betonte: „Ich fand ‚Franz‘ heute wirklich gut und hatte ein gutes Reitgefühl. Er war geschlossen und mit seiner Aufmerksamkeit ganz bei mir.“

Dass sich der Hengst seit vergangenem Jahr noch einmal gesteigert hatte, bewies bereits seine Leistung in Wiesbaden: Dort hatte er im Juni zum ersten Mal die 80-Prozent-Marke in der Grand Prix Kür geknackt. Und auch auf Münsters Schlossplatz zeigte Franziskus sich gereift und mit starken Momenten insbesondere in der Trabtour. „Sicherlich hat er sich seit vergangenem Jahr nochmals deutlich weiterentwickelt“, bestätigte auch Klimke. „Nun können wir an Kleinigkeiten basteln. Das macht großen Spaß.“

So taten am Ende auch die kurzen Störmomente während der Serienwechsel der Gesamtleistung Klimkes aus Sicht der Richter keinen Abbruch – und auch Bundestrainerin Monica Theodorescu nickte anerkennend. Klimke und Franziskus siegten im Grand Prix de Dressage vor der Zweitplatzierten Jil-Marielle Becks, die ihr Erfolgspferd Samon’s Satelite NRW, einen elfjährigen Westfalenwallach, gesattelt hatte. Becks wurde für ihre grundsolide Vorstellung von den Richtern mit 73,5 Prozent bedacht. Auf dem dritten Rang platzierte sich Hubertus Schmidt im Sattel des erst neunjährigen westfälischen Hengstes Bonamour.

15 Reiter waren im Grand Prix de Dressage, der ersten Prüfung des diesjährigen Traditionsturniers in Münster, an den Start gegangen. Fünf von ihnen werden am Samstagabend in der Grand Prix Kür unter Flutlicht starten – darunter auch Klimke. Die übrigen Reiter-Pferde-Paare werden im Rahmen der Dressurmatinee am Sonntagvormittag am Grand Prix Spécial teilnehmen.

Text: Kristina Sehr