Seejagdrennen begeistert die Zuschauer

Seejagdrennen begeistert die Zuschauer

Eines der packenden Hindernisrennen der letzten Jahre war die große Zuschauer-Attraktion zum Abschluss.

Der Endkampf im Alpine Motorenöl Seejagdrennen (14.000 Euro, 3.600 m), bei dem die Pferde durch einen See schwimmen, riss das Publikum von den Sitzen, denn nach dem letzten Sprung war die Entscheidung völlig offen, als sich fünf Pferde um den Sieg stritten.

Der für die Charvat Group in Tschechien von Pavel Tuma trainierte Peintre Elusif (74:10), der unter anderem in Pardubitz starke Formen gezeigt hatte, raufte sich nach einen sensationellen Fight von Jan Faltejsek noch knapp an Icarium, dem Favoriten Aufsteiger, der lange alle Chancen hatte, und Ismina vorbei. Daulys Anthem, der noch vor dem letzten Hindernis vorne war, wurde komplett überlaufen.

„Es war ein bemerkenswert gelaufenes Hindernisrennen ohne Zwischenfälle und mit einem ungemein spannenden Endkampf“, freute sich Sponsor Hermann Schröer-Dreesmann.

Mongil fit wie eh und je

Begonnen hatte die Abendveranstaltung mit dem Ex-Jockey-Reiten über 1.800 Meter (Ausgleich III, 1.800 m), in dem der Mülheimer Trainer William Mongil mit dem Favoriten Girard (25:10) in leichter Manier gegen Nareia (Pascal Werning) und Arabian Dreamer (Lisa Krüllmann) die Oberhand behielt. Peter Schiergen trainiert den Ebbesloher in Köln. „Wilhelm Feldmann hatte das Rennen sehr gut ausgesucht“, lobte der Trainer den Racing Manager.

So richtig der Knoten geplatzt zu sein scheint bei dem Röttgener Wellenreiter (66:10), der nach perfekter Einteilung von Adrie de Vries in einem 2.400 Meter-Rennen Start-Ziel gegen Breezy Bell sowie die in totem Rennen auf Platz drei einkommenden Lips Legend und Zafar nie in Gefahr geriet. Trainer Markus Klug: „Er hat sich weiter verbessert. heute lief er zum ersten Mal auf seiner besten Distanz. Adrie hat das sehr gut gemacht. Er könnte nun in ein Auktionsrennen nach Baden-Baden gehen.“ Die Viererwetten bezahlten 661 bzw. 766:10 Euro.

Abermals sein Talent im Rennsattel bewies der junge Loid Bekaert in einem 1.400 Meter-Ausgleich III, als er den von Lucien van der Meulen in den Niederlanden trainierten Bolt Phantom (38:10) zum Doppelsieger bei diesem Meeting machte. Mit starken Reserven zwang er noch Voodoo und Butch Cassedy in die Knie.

Mit starkem Speed sicherte sich die von Axel Kleinkorres in Neuss trainierte Shoshona (50:10) unter Andrasch Starke ein 2.800 Meter-Handicap vor Culworth Boy, Dukat und Nordtänzer. Die Viererwette bezahlte 27.270:10 Euro.

DFB-Präsident Grindel zu Besuch

Besonderer Ehrengast war Reinhard Grindel, der Präsident des DFB. „Es ist nicht schlecht, sich auch einmal auf andere Dinge zu konzentrieren als auf den Fußball“, erklärte er. „Zum Derby kann ich leider nicht kommen, da ich noch einmal eine Woche zu den Halbfinals und dem Finale der WM nach Russland fliege. Ich habe aber schon zehn bis zwölf Derbys gesehen. Ich bin auch häufiger auf der Rennbahn in Hannover und zudem sehr gut befreundet mit dem Direktoriums-Präsidenten Michael Vesper. Favorit auf den Weltmeister-Titel ist für mich Frankreich, aber es hat ja bei dieser WM viele Überraschungen gegeben.“

Vorfreude auf das Rennen des Jahres

Schon jetzt herrscht große Vorfreude auf den Höhepunkt der deutschen Galopp-Saison, das IDEE 149. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m), Rennen der German Racing Champions League 2018, am Sonntag, 8. Juli in Hamburg.