Sara Karstens gewinnt Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter

Sara Karstens gewinnt Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter
Crazy-Hardbreaker SP WE und Sara Karstens (Tensbüttel-Röst/Schleswig-Holstein) entschieden das Finale des Bundesnachwuchschampionates für sich

Gold und Silber für Schleswig-Holstein, Bronze für Westfalen

Die Bundesnachwuchschampionesse der Ponyspringreiter 2019 kommt aus dem Landesverband Schleswig-Holstein. Mit dem elfjährigen Wallach Crazy-Hardbreaker SP WE entschied die 15-jährige Sara Karstens das Finale des Bundesnachwuchs- championates der Ponyspringreiter mit 17,6 Punkten für sich. Sie verwies ihren Landesverbands-Kollegen Mathies Rüder und die Westfälin Lara Tönissen auf die Plätze zwei und drei.

Eigentlich hat Sara Karstens ihr Siegerpony nur „ausgeborgt“

Ihrer Freundin Johanna Beckmann, die für vier Monate eine Schule in den USA besucht, stellte es ihr zu Verfügung. „Wir wollten hier in Verden gut mitreiten und einfach Spaß haben.“ Mit Championatskaderpony Crazy-Hardbreaker SP WE rangierte die Schleswig-Holsteinerin im Einlaufspringen noch auf Platz fünf (7,8).

Im Finale einer Ponystilspringprüfung der Kl. M*, überzeugte das Paar die Richter Peter Schmerling sowie Christian Schlicht mit einer 8,8. Sie zog als Siegerin in das Finale mit Ponywechsel ein. „Das war von Anfang bis Ende ein guter Auftritt mit viel Übersicht und Gefühl“, bewertete Christoph Kläsener als Gast-Kommentator Saras Ritt.

Als letzte Reiterin im Finale mit Ponywechsel sattelte sie Miss Mc Fly D NRW, die erst siebenjährige Ponystute von Lara Tönnissen. Mit ihr konnte sie am Samstag das Einlaufspringen gewinnen. Das Resultat mit dem noch jungen Fremdpony war ebenfalls eine 8,8. Die addiert mit der Note des ersten Rittes sicherte ihr einen ganz souveränen Sieg. „Sara hat sich bereits in den Lehrgängen unheimlich positiv hervorgehoben“, schätzte Bundestrainer Peter Teeuwen ihre Leistung ein.

Im M*-Parcours mit Standardanforderungen waren neben den guten Sitz, auch fleißiges Reiten nach vorne, das Ausreiten der Linien, sowie ein guter Übergang zum Trab gefragt.

Insgesamt 20 Paare aus dem gesamten Bundesgebiet gingen im Rahmen des Verdener Hallenturnieres VER-Dinale an den Start. Gefördert wird das ganze von der Horst-Gebers-Stiftung. 22 Reiter hatten das Ticket nach dem Warendorfer Sichtungslehrgang erhalten.

Auch der zweite Platz geht in den hohen Norden

Im Vorjahr war Mathies Rüder von der Insel Fehmarn noch mit Ponystute Lilith erfolgreich. Dieses Jahr hatte er den Reitponyhengst Del Piero gesattelt. Mit vier verschiedenen Reitern holte sich der schicke Schimmel einmal den Sieg, zweimal den zweiten, sowie einmal den dritten Platz.

Der 13-jährige Schüler drehte mit Del Piero eine „super kontrollierte Runde“ und kam auch mit dem Pony von Hanna Schreyer aus dem PSV Hannover, die als Zweitplatzierte mit ihrem Pony Call me Campino in das Finale einzog, bestens zurecht.

Für Hanna Schreyer, die mit ihrem eigenen Pony viel Lob für den Ritt bekam, wurde es am Ende der vierte Platz. Sie verschätzte sich vor dem letzten Sprung mit Fremdpony Del Piero in der Distanz, sodass er nach der Ziellinie stürzte.

So konnte die Westfälin Lara Tönnissen noch zum Endspurt ansetzten und sich auf den dritten Rang vorarbeiten. Mit ihrer Ponystute Miss Mc Fly D NRW hatte sie im ersten Ritt einen Flüchtigkeitsfehler, der ihre Topnote von einer 8,8 auf eine immer noch sehr gute Wertnote von 8,3 drückte. „Bei diesem Paar stimmt einfach alles“, urteilte Peter Teeuwen. Lara brachte auch mit Saras Pony Crazy-Hardreaker SP WE einen Fehler mit nach Hause (7,2). Ihr Endresultat lautete somit 15,5 Punkte.