Pferd und Sinfonie beim CHIO Aachen 2019

Farbenfroh, magisch und „très français“ Das Motto „La vie est belle“ verriet es bereits: Das Leben ist schön, erst recht bei „Pferd und Sinfonie“, dieser einzigartigen Melange aus Pferdesport, Tanz, Akrobatik und natürlich beeindruckender Live-Musik vom Sinfonieorchester Aachen. In diesem Jahr erstmalig unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christopher Ward. Es war ein faszinierendes Duell der Dirigenten, als am späten Freitagabend Jean-François Pignon und Christopher Ward im Deutsche Bank Stadion aufeinandertrafen. Pignon ist ohne Zweifel der unangefochtene Meister der Freiheitsdressur. Sattel und Zaumzeug braucht er nicht. Stattdessen leitet er mit wenigen Gesten wie von Zauberhand seine neun Pferde durch die Arena. Und während Pignon bereits zum zweiten Mal bei „Pferd und Sinfonie“ brillierte, feierte der neue Generalmusikdirektor des Theaters Aachen, Christopher Ward, Premiere! Auf der Bühne brauchte auch er nur wenige Bewegungen, um „seinem“ Orchester in diesem letzten Showact, dem großen Finale, die mystischen Klänge von César Francks „Sinfonie d-Moll, 2. Satz“ zu entlocken. Ein perfektes Zusammenspiel, das mit begeistertem Applaus honoriert wurde. Dieser Auftritt gehörte ohne Frage zu den Highlights der 16. Ausgabe von „Pferd und Sinfonie“, die übrigens 2019 ganz im Zeichen des diesjährigen Partnerlandes Frankreich stand. Dies verriet bereits ein Eiffelturm „en miniature“ am Rande des Dressurvierecks. Die „Tour de France“ mit rund 120 Darstellern, 70 Musikern und circa 80 Pferden startete im Süden Frankreichs. Die Reiterinnen der Grandes Ecuries de Chantilly in ihren blumengeschmückten Kostümen und Tänzerinnen des „Ballett Ferberberg Natalie Jungschlaeger“ holten zu Emile Waldteufels Walzer „Der Schlittschuhläufer“ den Karneval von Nizza nach Aachen. Rasant ging es weiter: Das Ponyshowteam unter der Leitung von Anja Mertens zeigte ein sportliches Programm. Das Motto: Allez, hop! Wenn von der „Pferdenation“ Frankreich die Rede ist, dürfen natürlich auch die wunderschönen Camarguepferde nicht fehlen. Bei Pferd und Sinfonie präsentierte der Hirte Renaud Vinuesa mit seinen Begleitern wunderschöne Stuten und Fohlen aus eben diesem besonderen Landstrich. Nach diesem eher leisen Auftritt zu Klängen von Georges Bizets „L’Arlesienne“ folgten die musikalischen Schmiede, die mit Hammer und Amboss ausgestattet in Begleitung des Sinfonieorchesters Aachen eine kraftvolle Interpretation von Josef Strauss´ Polka française „Feuerfest“ zum Besten gaben. Und auch die Voltigierer eroberten an diesem Abend die „Manege“: Zu Jules Massenets „Méditation aus Thaïs“ inklusive Geigensolo zeigten junge Talente des Voltigiervereins Köln-Dünnwald eine beeindruckende akrobatische Performance auf dem Pferderücken. Hätte es an diesem Abend einen Preis für den niedlichsten Auftritt gegeben, dann hätte diesen wohl der französische Showstar Mélie Philippot mit ihrem 1000 Kilogramm schweren Bretonen „Quizas“ und dem gerade einmal 98 Kilogramm auf die Waage bringenden Shetty „Diego“ gewonnen. Das ungleiche Paar zeigte ein außergewöhnliches „Pas de Deux“, das vor allem eines offenbarte: Die beiden sind trotz ihrer verschiedenen Gewichtsklassen ein eingespieltes Team! Gesangliche Begleitung gab es von Mezzosopranistin Fanny Lustaud. Der zweite Teil nach der Pause startete mit einer deutschen Dressurreiterin, die das Deutsche Bank Stadion in und auswendig kennt: Helen Langehanenberg. Sie konnte nicht nur den renommierten Deutsche Bank Preis in Aachen bereits zweimal gewinnen, bei „Pferd und Sinfonie“ begeisterte sie ebenfalls, und zwar im Jahr 2013. Nun ihr Comeback, und zwar als feurige Carmen im Sattel zu den bekanntesten Melodien aus Georges Bizets gleichnamiger Oper. Gänsehautmomente! Mindestens genauso berühmt ist die Melodie des „CanCan“ aus Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“. In Aachen tanzten hierzu zehn flinke Isländer und 26 Tänzerinnen des „Ballett Ferberberg Natalie Jungschlaeger“. Ein einmaliges Bild – auch dank der überragenden Lichttechnik, mit dem nicht nur dieses Schaubild in Szene gesetzt wurde. Für großartige poetische Momente sorgten anschließend erneut die Grandes Ecuries de Chantilly mit einem ihrer bekanntesten Schaubilder: Die Sonne. Eine Anlehnung an das französische Märchen „Peau d’âne“, zu Deutsch: Eselshaut. Auf die Sonne folgten die „Kinder des Mondes“, besser bekannt als „Hijo de la luna“ der spanischen Band Mecano. Drei Artistinnen des Berliner Lufttanz Theaters „schwebten“ dabei um Reiterin Britta Rasche-Merkt. Einer von vielen magischen Augenblicken bei der diesjährigen Auflage von „Pferd und Sinfonie“. Durch den Abend führten Volker Raulf und Pia-Rabea Vornholt, Musikdramaturgin am Theater Aachen. Auch in diesem Jahr wird ein Teil der Eintrittsgelder wieder einem karitativen Zweck zugutekommen. Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V., überreicht heute Abend im Rahmen der zweiten Aufführung von „Pferd und Sinfonie“ einen Spendenscheck über 12.000 Euro an den Aachener Förderverein „Kinderseele e. V.“.
Die Reiterinnen der fantastischen Grandes Ecuries de Chantilly.

Farbenfroh, magisch und „très français“.

Das Motto „La vie est belle“ verriet es bereits: Das Leben ist schön, erst recht bei „Pferd und Sinfonie“, dieser einzigartigen Melange aus Pferdesport, Tanz, Akrobatik und natürlich beeindruckender Live-Musik vom Sinfonieorchester Aachen. In diesem Jahr erstmalig unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christopher Ward.

Es war ein faszinierendes Duell der Dirigenten, als am späten Freitagabend Jean-François Pignon und Christopher Ward im Deutsche Bank Stadion aufeinandertrafen. Pignon ist ohne Zweifel der unangefochtene Meister der Freiheitsdressur. Sattel und Zaumzeug braucht er nicht. Stattdessen leitet er mit wenigen Gesten wie von Zauberhand seine neun Pferde durch die Arena. Und während Pignon bereits zum zweiten Mal bei „Pferd und Sinfonie“ brillierte, feierte der neue Generalmusikdirektor des Theaters Aachen, Christopher Ward, Premiere! Auf der Bühne brauchte auch er nur wenige Bewegungen, um „seinem“ Orchester in diesem letzten Showact, dem großen Finale, die mystischen Klänge von César Francks „Sinfonie d-Moll, 2. Satz“ zu entlocken. Ein perfektes Zusammenspiel, das mit begeistertem Applaus honoriert wurde. Dieser Auftritt gehörte ohne Frage zu den Highlights der 16. Ausgabe von „Pferd und Sinfonie“, die übrigens 2019 ganz im Zeichen des diesjährigen Partnerlandes Frankreich stand. Dies verriet bereits ein Eiffelturm „en miniature“ am Rande des Dressurvierecks.

Die „Tour de France“ mit rund 120 Darstellern, 70 Musikern und circa 80 Pferden startete im Süden Frankreichs. Die Reiterinnen der Grandes Ecuries de Chantilly in ihren blumengeschmückten Kostümen und Tänzerinnen des „Ballett Ferberberg Natalie Jungschlaeger“ holten zu Emile Waldteufels Walzer „Der Schlittschuhläufer“ den Karneval von Nizza nach Aachen. Rasant ging es weiter: Das Ponyshowteam unter der Leitung von Anja Mertens zeigte ein sportliches Programm. Das Motto: Allez, hop! Wenn von der „Pferdenation“ Frankreich die Rede ist, dürfen natürlich auch die wunderschönen Camarguepferde nicht fehlen. Bei Pferd und Sinfonie präsentierte der Hirte Renaud Vinuesa mit seinen Begleitern wunderschöne Stuten und Fohlen aus eben diesem besonderen Landstrich. Nach diesem eher leisen Auftritt zu Klängen von Georges Bizets „L’Arlesienne“ folgten die musikalischen Schmiede, die mit Hammer und Amboss ausgestattet in Begleitung des Sinfonieorchesters Aachen eine kraftvolle Interpretation von Josef Strauss´ Polka française „Feuerfest“ zum Besten gaben. Und auch die Voltigierer eroberten an diesem Abend die „Manege“: Zu Jules Massenets „Méditation aus Thaïs“ inklusive Geigensolo zeigten junge Talente des Voltigiervereins Köln-Dünnwald eine beeindruckende akrobatische Performance auf dem Pferderücken.

Hätte es an diesem Abend einen Preis für den niedlichsten Auftritt gegeben, dann hätte diesen wohl der französische Showstar Mélie Philippot mit ihrem 1000 Kilogramm schweren Bretonen „Quizas“ und dem gerade einmal 98 Kilogramm auf die Waage bringenden Shetty „Diego“ gewonnen. Das ungleiche Paar zeigte ein außergewöhnliches „Pas de Deux“, das vor allem eines offenbarte: Die beiden sind trotz ihrer verschiedenen Gewichtsklassen ein eingespieltes Team! Gesangliche Begleitung gab es von Mezzosopranistin Fanny Lustaud.

Der zweite Teil nach der Pause startete mit einer deutschen Dressurreiterin, die das Deutsche Bank Stadion in und auswendig kennt: Helen Langehanenberg. Sie konnte nicht nur den renommierten Deutsche Bank Preis in Aachen bereits zweimal gewinnen, bei „Pferd und Sinfonie“ begeisterte sie ebenfalls, und zwar im Jahr 2013. Nun ihr Comeback, und zwar als feurige Carmen im Sattel zu den bekanntesten Melodien aus Georges Bizets gleichnamiger Oper. Gänsehautmomente! Mindestens genauso berühmt ist die Melodie des „CanCan“ aus Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“. In Aachen tanzten hierzu zehn flinke Isländer und 26 Tänzerinnen des „Ballett Ferberberg Natalie Jungschlaeger“. Ein einmaliges Bild – auch dank der überragenden Lichttechnik, mit dem nicht nur dieses Schaubild in Szene gesetzt wurde.

Für großartige poetische Momente sorgten anschließend erneut die Grandes Ecuries de Chantilly mit einem ihrer bekanntesten Schaubilder: Die Sonne. Eine Anlehnung an das französische Märchen „Peau d’âne“, zu Deutsch: Eselshaut. Auf die Sonne folgten die „Kinder des Mondes“, besser bekannt als „Hijo de la luna“ der spanischen Band Mecano. Drei Artistinnen des Berliner Lufttanz Theaters „schwebten“ dabei um Reiterin Britta Rasche-Merkt. Einer von vielen magischen Augenblicken bei der diesjährigen Auflage von „Pferd und Sinfonie“. Durch den Abend führten Volker Raulf und Pia-Rabea Vornholt, Musikdramaturgin am Theater Aachen.

Auch in diesem Jahr wird ein Teil der Eintrittsgelder wieder einem karitativen Zweck zugutekommen. Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V., überreicht heute Abend im Rahmen der zweiten Aufführung von „Pferd und Sinfonie“ einen Spendenscheck über 12.000 Euro an den Aachener Förderverein „Kinderseele e. V.“.