Münster: Triumph für Christian Ahlmann

Münster: Triumph für Christian Ahlmann
Triumph für Christian Ahlmann

Marcus Ehning wird Zweiter im Großen Preis der Riders Tour-Etappe.

Weltklassesport bot der Große Preis des „Turniers der Sieger“ vor dem Münsteraner Schloss. Das Vier-Sterne-CSI, vierte Etappe der deutschen Springsportserie Riders Tour, gewann Christian Ahlmann (Marl) in einem dramatischen Stechen vor Marcus Ehning (Borken) und Philipp Weishaupt (Riesenbeck).

„Das war ein toller Tag für uns. Unser erst neunjähriger Clintrexo kämpft mit, wie es besser nicht geht“, sagte Christian Ahlmann strahlend nach seinem fulminanten Sieg im Großen Preis von Münster. In der Tat leistete der Zangersheider Schimmel (Sohn des Hengstes Clintissimo) in der 14-köpfigen Siegerrunde des Hauptspringens Außerordentliches, rutschte sogar einmal aus und konnte dennoch mit der schnellsten Zeit über die Ziellinie galoppieren: 38,3 Sekunden reichten aus, um dem Reiter das Preisgeld von 30.000 Euro zu sichern. Zunächst hatte es nach einem Sieg von Marcus Ehning ausgesehen. Der Borkener steuerte seinen 13 Jahre alten For Pleasure-Sohn Funky Fred in rasantem Tempo fehlerfrei durch die Siegerrunde (38,8). Kaum vorstellbar, dass das noch schneller klappen würde. Die Konkurrenz biss sich an Ehnings Zeit die Zähne aus, doch dann zeigte Ahlmann vor der schönen Kulisse des Münsteraner Schlosses, dass man doch noch einen Wimpernschlag flotter reiten kann. Die deutsche Erfolgsbilanz machte Philipp Weishaupt als Drittplatzierter komplett. Der Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum in Riesenbeck steuerte den französischen Hengst Asathir ebenso fehlerfrei in 39,85 Sekunden ins Ziel und verwies Lars Nieberg (Sendenhorst) mit dem Hannoveraner Foster v. For Edition auf den vierten Rang (0/41,53). So geriet auch dieses Springen zu einem For Pleasure-Festival, denn For Edition ist ein Enkel des mit Lars Nieberg und später Marcus Ehning so erfolgreichen Hannoveraner Zucht- und Sportheroen. Bester ausländischer Reiter im Großen Preis war der Niederländer Marc Houtzager mit Sterrehof’s Baccarat auf Rang fünf (0/42,66).

Das zweitwichtigste Springen des Turniers war die Qualifikation für den Großen Preis am Vortag. Diese gewann Simone Blum (Zolling) mit der Stute DSP Alice, Deutsches Sportpferd v. Askari, in fehlerfreien 37,92 Sekunden. Es war der letzte Form-Check für dieses Paar, das zur Mannschaft für die in gut zwei Wochen beginnenden Weltreiterspiele in Tryon/USA gehört. Fünf Paare hatten das Stechen erreicht, aber ohne Abwurf erreichte nur noch der Schweizer Paul Estermann mit dem belgischen Schimmelhengst Curtis Sitte das Ziel (38,3 Sekunden). Dritter wurde Holger Wulschner (Passin) mit der Holsteinerin Zuckersüss D’Argilla, eine elfjährige Tochter des Hengstes Casall (4/40,05).

Die Riders Tour steuert nun über die nächste Etappe in Paderborn Anfang September ihr Jahresfinale in München an. Bei den Munich Indoors in der Olympiahalle vom 22. bis 25. November fällt die Entscheidung, wer „Rider of the Year“ 2018 wird.