Miss Oldenburg und Oldies im Schlosspark

Dritter Turniertag bietet viel Abwechslung

Donnerstag ist Zuchttag auf dem Oldenburger Landesturnier und die Stutenschau des Oldenburger Verbandes ein Garant für volles Haus. Kein einziger Platz war mehr frei – weder im Zelt noch auf den überdachten Tribünen, als die drei- und vierjährigen Stuten aufparadierten.

Zunächst wurden die springbetont gezogenen OS-Stuten gezeigt – erst einzeln, dann in den Schrittrunden. Insgesamt 14 Stuten schickte der OS-Verband. Das Freispringen der Stuten wurde während der Vorstellung der Stuten auf einer Großbildleinwand gezeigt.

Es folgten die Stuten mit dem OL-Brand. Hier war eine Kollektion von insgesamt 54 Stuten gemeldet. Zahlenmäßig am stärksten vertreten waren Töchter von Sir Donnerhall, San Amour und Fürst Romancier. Die Stuten wurden zunächst an der Hand im Stand, Schritt und Trab auf der Dreiecksbahn präsentiert. Für die Besten von ihnen ging es abends in den Brillantring auf dem Hauptplatz, wo unter den gespannten Blicken der zahlreichen Zuschauer die „Miss Oldenburg“ gekürt wurde: Bei den Springstuten siegte die Diarado-Couleur Rubin-Tochter Jurwina aus der Zucht und im Besitz von Paul und Hilde Wendeln aus Garrel. Bei den dressurbetonten Stuten hatte Calamity Jane, eine San Amour-Tochter aus einer Mutter von Rohdiamant, gezogen von Engelbert Boeske und im Besitz des Belgiers Patrick D’eer, die Nase vorn.

Bereits am Vormittag hatte das Dressurviereck D2 im Zeichen der jungen Pferde gestanden, dort wurden die 3- und 4-jährigen Hengste in den Reitpferdeprüfungen vorgestellt. Die ersten drei Pferde beider Prüfungen qualifizierten sich für die jeweiligen Finalprüfungen am Samstag.

Auf D1 absolvierten derweil die Vielseitigkeitsreiter ihre erste Teilprüfung während auf dem Springplatz der Tag mit der 2. Wertungsprüfung der Oldenburger Meisterschaften, einer Springprüfung der Klasse S*, begann. Beschlossen wurde er springsportlich vom Eröffnungsspringen der Rasteder Prime Time-Tour, einer Springprüfung der Klasse S**. Hier ging unter anderem Olympiasieger und Publikumsliebling Ulrich Kirchhoff an den Start, der inzwischen für die Ukraine reitet. Bereits am Nachmittag hatte Meredith Michaels-Beerbaum auf dem Hauptplatz ihre Runde gedreht – prominente Namen und großer Sport vor der herrlichen Kulisse des Schlossparks.

Der Fairness-Preis wurde in der Pony-Dressurprüfung der Klasse L vergeben, der zweiten Wertung für die Oldenburger Meisterschaften. Ausgezeichnet für besonders faires Verhalten gegenüber Pony und Mitstreitern wurde Kristin Pawlowski vom RV St. Hubertus Garrel mit Grace.

Ein ganz spezielles Highlight für die Zuschauer sind in jedem Jahr die Mannschaftsdressuren, so auch dieses Mal: Erst die Mannschaftdressurkür der Klasse A auf D2 und als krönender Abschluss des Abends der Oldie-Cup, der nur alle fünf Jahre stattfindet und an Donnerstagabend regelrechte Zuschauermassen anzog. Startberechtigt in dieser Prüfung sind ausschließlich Reiterinnen und Reiter, die vor 25 oder mehr Jahren schon einmal am Landesturnier teilgenommen haben. Tosender Applaus und hohe Wertnoten waren die Belohnung für das Comeback der „Oldies“ im Rasteder Schlosspark.

Am morgigen Freitag stehen dann die Vielseitigkeitsreiter im Mittelpunkt des Geschehens, denn am Nachmittag geht es für sie ins Gelände.

Quelle: Renn- und Reitverein Rastede e.V.