Marc Bettinger brillierte im Grand Prix

Marc Bettinger brillierte im Grand Prix
Marc Bettinger brillierte im Grand Prix der Lake Arena 2019

In der Lake Arena reißt der Siegesreigen der deutschen Equipe nicht ab! Nach Kathrin Müller, Elisabeth Meyer und Manfred Scheid reihte sich am heutigen Finaltag des ersten Summer-Circuit-Parts Marc Bettinger in die Riege der Ranking-Sieger. Mit Grand-Prix-Platzierungen ließen Anna Rantner, Bianca Babanitz und Dieter Köfler aufhorchen.

Der 1,45 Meter hohe Umlauf des Großen Preises forderte seinen Tribut: Mit 13 Hindernissen und 16 Sprüngen gestaltete sich der Umfang einem Grand Prix entsprechend. Beide Kombinationen waren dabei über eine Folge auf gebogener Linie anzureiten und die Zeit stellte darüber hinaus eine wesentliche Hürde dar. Erst mit Startnummer 32 war der Bann mit einem grandiosen Richard Gardner gebrochen. Er löste mit Calisto 5 sämtliche Hürden, die die Parcoursbauer Franz Madl und Reza Kazemian in die Bahn gestellt hatten. Ihnen folgte lediglich Marc Bettinger, dem mit Casalini ebenfalls der ersehnte Nullfehlerritt gelang. Das Wiener Neustädter Publikum durfte sich also auf ein spannendes Stechen freuen, denn Siegen wollten klarerweise beide!

Der Neuseeländer Richard Gardner hatte die Entscheidung mit einem Pechfehler am zweiten Stechhindernis eröffnet. Seine Zeit lag nach einer flüssig gerittenen Runde bei 51,44 Sekunden. Nun lag es an seinem Kontrahenten Marc Bettinger: Ein weiterer Nullfehlerritt bedeutete den verdienten Triumph in diesem Weltranglistenspringen. Er hatte seine Runde mit viel Übersicht angelegt, löste den verkürzten Parcours mit Bravour und wurde mit dem lautstarken Jingle „Simply the best“ über die Ziellinie begleitet. Der Grand-Prix-Sieg ging also schon wieder nach Deutschland. Hinter dem Zweitplatzieren Richard Gardner sicherte sich Radovan Sillo mit Durant W den dritten Endrang. Das Duo war lediglich mit einem Zeitfehler aus dem Umlauf belastet.

Eine kleine Sensation schaffte unter lautstarkem und hochverdientem Jubel die Tiroler Amazone Anna Rantner. Man hatte nicht schlecht gestaunt, als sie mit ihrem Luizard das sonntägige Weltranglistenspringen in Angriff nahm und lediglich an der Schlusslinie einen ärgerlichen Abwurf kassierte. Sie blieb nicht nur in der Zeit, sondern war auch sehr flüssig unterwegs, sodass sie an siebenter Stelle für das beste rot-weiß-rote Resultat sorgte. In puncto Pechfehler konnten auch Bianca Babanitz und Dieter Köfler ein Lied singen. Sie waren mit ihren Pferden Game DK Z und Be Check it Out überaus souverän unterwegs und mussten am Ende des selektiv gestellten Umlaufs leider vier Strafpunkte notieren. Sie waren schnell genug, um sich Platzierungen an elfter und zwölfter Stelle zu holen.

Ali Hamad Al Kirbi kürte sich zum Small-Tour-Finalsieger

Sie hatten ordentlich Tempo riskiert, enge Wege gewagt und wurden Sonntagvormittag mit dem Triumph im Finalspringen der Small Tour ausgezeichnet: Ali Hamad Al Kirbi von den Vereinigten Arabischen Emiraten erntete nach seiner tollkühnen Runde in diesem Zweiphasenspringen den meisten Applaus. Gemeinsam mit Baloucenta bestach der 18-Jährige in der überragenden Bestzeit von 29,93 Sekunden on Top. Ihm folgte ein rot-weiß-rotes Double auf dem Podium. Zum einen ließen das Erfolgsgespann Christoph Obernauer und Kleons Absinth 2 in brillanter Manier aufhorchen. Sie trumpften zu Beginn der Prüfung mit einer schnellen Runde auf, die in 31,91 Sekunden für den zweiten Endrang reichen sollte. Und zum anderen setzte die in Kaindorf bei Hartberg beheimatete Berufsreiterin Sabiene Rath ein starkes Zeichen. Die sympathische Amazone sattelte mit Calmira JW ein österreichisches Zuchtprodukt, mit der sie im Rahmen des Summer Circuits fleißig Platzierungen sammelte. Am Finaltag sollten ihre grandios angelegten 32,60 Sekunden den Sprung auf das Treppchen besiegeln (3. Rang). Finalplatzierungen heimsten darüber hinaus Julia Gaisch auf Landpilot (6. Rang), Lea Hallwirth auf Luna PKZ (7. Rang), Julia Jaritz mit Champion de Luxe (8. Rang), Matthias Raisch auf Chaquino (9. Rang), Johanna Trummer mit Coranos T (11. Rang) und Anna Rantner mit Livorno 60 (13. Rang) ein. Sie alle bestachen mit astreinen Doppelnullrunden.

Elite-Tour-II-Finale brachte den nächsten Triumph für die Vereinigten Arabischen Emirate

Den Sieg im Finale der 1,20 Meter hohen Elite Tour II machten sich insgesamt 14 Teilnehmerpaare untereinander aus. In der Entscheidung jagte eine rasante Runde die nächste und am Ende ertönte zu Ehren von Omar Abdul Aziz Al Marzooqi erneut die Nationalhymne der Vereinigten Arabischen Emirate. Gemeinsam mit Coral Beach Z war er als vierter Stechreiter in die Bahn gekommen und stellte in 38,18 Sekunden die Bestmarke auf. Am ehesten an die Siegerzeit herangekommen waren Marie Kabler und Castro, die in cool angelegten 39,81 Sekunden Zweiter wurden. Dahinter platzierte sich Sophie Pollak mit ihrem Schimmelponywallach Caiseal Boy in 40,34 Sekunden an dritter Stelle. Für sechs weitere rot-weiß-rote StarterInnen klappte nach makellosen Vorstellungen der Sprung ins Stechen und somit eine Rangierung auf den vordersten Plätzen: Stefan Lazar auf Obora´s All Star (5. Rang), Julia Krebs auf Blair (6. Rang), Florian Lorenz mit Fabel (9. Rang), Julia Strauss mit Fephelia (11. Rang), Dagmar Wallenko mit Vienna XII (13. Rang) sowie Jeannine Herneth auf Willi´s Tasin (14. Rang).

Sebastian Kirst konnte die letzte Chance nutzen

In der Good Bye Competition, einem Punktespringen mit Joker über 1,40 Meter, setzte sich zum finalen Abschluss des ersten Summer-Circuit-Parts Sebastian Kirst mit Chatou an der Spitze durch. Hinter den siegreichen 50,15 Sekunden reihten sich Matthias Mock auf ARD Luster (50,91 Sekunden) und Michol del Signore auf Lordiana (51,32 Sekunden) auf dem zweiten und dritten Platz ein. Als bester Österreicher zeichnete sich Rudolf Michael Fries auf Jule de Lauzelle aus. Die beiden jumpten in 52,28 Sekunden auf den hervorragenden vierten Endrang. Ebenfalls platziert waren Lea Hallwirth auf Cold Case 4 an siebenter und Benjamin Saurugg auf Brasilia 6 an elfter Stelle.