Manfred Scheid siegte im L.A. Spring Grand Prix II

Manfred Scheid siegte im L.A. Spring Grand Prix II
Grand-Prix-Sieger Manfred Scheid bei der feierlichen Prämierung

Der zweiwöchige, mit über 200.000,- Euro dotierte CSI2*-Event „The Equestrian Springbreak“ fand mit dem heutigen Finaltag einen traumhaften Abschluss.

Die vier noch ausstehenden Prüfungen sorgten nicht nur für hochkarätigen Springsport, sondern boten auch spannende Rennen um die Bestmarke. Es war die perfekte Einstimmung auf den bevorstehenden Equestrian Summer Circuit, der ja in den Sommermonaten zum großen internationalen Saisonhighlight im österreichischen Turnierkalender zählt. Die Termine sind bekannt: Von 25. Juni bis 07. Juli wird der erste Part über die Bühne gehen und von 13. bis 25. August dann der zweite Part.

Bei besten Bedingungen ging in der Lake Arena am Sonntagnachmittag das große Wochenendhighlight, der als Weltranglistenspringen ausgeschriebene L.A. Spring Grand Prix II, über die Bühne. Der 1,45 Meter hohe Umlauf, aufgestellt vom Parcourschef Franz Madl und seinen Assistenten Armin Krenn und Reza Kazemian, forderte den Arrivierten einiges ab. Lange hatte das Wiener Neustädter Publikum auf den ersten Nullfehlerritt warten müssen. Erst zum Ende der ersten Prüfungshälfte war mit David Horvath der Bann gebrochen, als er mit mächtig viel Applaus über die Ziellinie jumpte. Ihm nach machten es Christian Rhomberg, Christoph Obernauer, Alfred Greimel, Matthias Raisch, Manfred Scheid und László Tóth. Das Teilnehmerfeld lichtete sich somit auf sieben Stechreiter, die allesamt Chancen auf den begehrten Sieg in diesem mit 25.000,- Euro dotierten Ranking-Springen hatten.

Der Triumph ging nach einem spannenden Finish an den Deutschen Manfred Scheid. Er sattelte seinen erst achtjährigen Chesmu KJ, ein mit mächtig viel Potential ausgestatteter Schimmelwallach, der auf die Top-Vererber Cornet Obolensky und Calido I zurückgeht und bei seinen Auftritten alle Augen auf sich zog. Die Uhr stoppte nach einer gelungenen, sehr schnell angelegten Stechrunde bei 45,96 Sekunden. Da hatte sich das Duo schon ein wenig an der Spitze abgehoben, denn der zweitplatzierte László Tóth kam mit Radihaza-Echo in 47,23 Sekunden ins Ziel. Auf Platz drei und somit am Podium klassiert war Christian Rhomberg, der sich zum besten Österreicher kürte. Der sympathische Vorarlberger, der sich spätestens nach seinen großartigen internationalen Erfolgen einen Namen gemacht hatte, setzte auf den Balou-du-Rouet-Sohn Budapest 5 und beendete den verkürzten Parcours in 47,23 Sekunden. Doppelnull waren auch Matthias Raisch und Coleur Blue geblieben, die in 49,02 Sekunden Vierter wurden. Ihre fehlerfreie Vorstellungen vom Umlauf konnten leider Christoph Obernauer mit seinem selbst ausgebildeten Kleons Cocario und Alfred Greimel mit Chablis Premier nicht wiederholen. Beide kassierten unglückliche Fehler, was am Ende die Ränge sechs und sieben für die beiden rot-weiß-roten Reiter bedeutete. Mit vier Strafpunkten aus dem Grundparcours konnten sich auch Katharina Rhomberg mit Careless (8. Rang) und Dieter Köfler auf Be Check it out (10. Rang) platzieren.

Arnaud Martin schnappte sich Small Tour Finalsieg

Die 1,30 Meter hohe Finalprüfung der Small Tour läutete den zwölften und letzten Turniertag des Equestrian Springbreaks ein. Ein erbittertes Duell gab es auf den vordersten Rängen und es kam zum wahrlichen Hundertstelkrimi. Wie knapp es am Ende wurde, verdeutlichte die Ergebnisliste: Die besten Drei trennten lediglich 14 Hundertstel. Das Rennen machte nach einem rasanten Ritt der Franzose Arnaud Martin, der im Sattel von Qasim du Chene in flotten 27,72 Sekunden über die zweite Phase brauste. Bis zum Schluss musste gezittert werden, denn zwei Österreicher waren ihm am Ende des Teilnehmerfeldes ganz dich auf den Fersen: Matthias Raisch wagte als vorletzter Reiter einen Angriff auf die führende Bestmarke und jumpte mit Seigneur de Semilly in 27,84 Sekunden auf Rang zwei. Nur zwei Hundertstel langsamer war das Schlusspaar Katharina Rhomberg und Ninja, die ebenfalls couragiert loslegten und ihre Runde in 27,86 Sekunden beendeten.

Doppelnull und schnell genug für eine Platzierung waren darüber hinaus auch Theresa Pachler mit Candina 4 (8. Rang), Lea Hallwirth auf Luna PKZ (9. Rang) und Constanze Wenzel auf Missy (12. Rang).

Susanne Winter sprang zum Elite-Tour-II-Finalsieg

Insgesamt zehn Starterpaare machten sich den Sieg im Finale der Elite Tour II untereinander aus. Sie konnten zuvor im 1,20 Meter hohen Grundparcours mit einer makellosen Nullrunde aufhorchen lassen und sprangen somit auf direktem Weg ins Stechen.

Dort sicherte sich eine souveräne Susanne Winter mit ihrem genial mitkämpfenden Cornet´s Castello den Triumph. Die gebürtige Tirolerin hatte im Stechen alles richtig gemacht: Sie legte ihre Runde hochkonzentriert und mit sehr viel Übersicht an, wählte enge Wege und flottes Grundtempo und verdiente sich mit der überragenden Spitzenzeit von 34,50 Sekunden die Siegerdecke samt Schärpe und Ehrenpreis.

Die in dieser Woche schon zweimal siegreiche Dagmar Wallenko setzte ihren Erfolgslauf fort und lieferte mit ihrer flinken Stute Vienna XII in 37,03 Sekunden das zweitbeste Ergebnis ab. Rang drei ging an Erich Schwarz, der mit Lordano´s Carolina in 37,89 Sekunden über die Ziellinie jumpte. Im Stechen hatten des Weiteren Stefanie Lechner mit Beluga, Celine Müller mit Classico K, Isabella Paier mit Avellino 2 und Andreas Wessely auf Good Feeling PZW ein Wörtchen mitzureden und mischten auf den Rängen vier, fünf, sechs und acht ganz vorne mit. Mit einem Abwurf aus dem Umlauf konnten sich auch Laura Pircher auf Charisma 22 (11. Rang) und Julia Jaritz mit Little Foot 3 (12. Rang) platzieren.

Abschlusssieg für Arnaud Martin

Der Finaltag endete so, wie er startete: Mit einem Triumph von Arnaud Martin. Der Franzose setzte sich mit Conlana del Ray an die Spitze der 1,40 Meter hohen, als Punktespringen mit Joker ausgeschriebenen Last-Chance-Competition durch und trug in 55,48 Sekunden den Sieg davon. Es war ordentlich knapp, denn Schlussreiter Daniel Sonnberger peilte mit Quidam´s Classics den Führungswechsel an und war am besten Weg zum rot-weiß-roten Abschlusstriumph. Nur wenige Zehntel trennten den Stilisten vom Sieg und er holte in 55,95 Sekunden den zweiten Platz. Georg Hladik glänzte mit Jilko van den Bosrand in 58,23 Sekunden an dritter Stelle. Fehlerfrei geblieben waren obendrein Bianca Babanitz und Conthea AS, die in 64,17 Sekunden Vierter wurden. Platz fünf ging abermals an Daniel Sonnberger, diesmal mit seinem zweiten Pferd Ultimate Z.