Lake Arena 2019 – Sieg für Manfred Scheid

Lake Arena 2019 - Sieg für Manfred Scheid
Sieger im Championat der Lake Arena: Manfred Scheid

Im Championat der Lake Arena, dem dritten der vier Weltranglistenspringen des ersten Summer-Circuit-Parts, ertönte zu Ehren von Manfred Scheid bei der feierlichen Prämierung die deutsche Nationalhymne. Gemeinsam mit Lord Pezi-Stute Leotie KJ lieferte er in der Entscheidung die Bestmarke von 48,20 Sekunden ab und ließ die beiden heimischen Top-Reiter Stefan Eder auf Dr Scarpo (48,58 Sekunden) und Matthias Raisch auf Coleur Blue (50,06 Sekunden) hinter sich.

Der mit über 200.000,- Euro dotierte, von 25. Juni bis 07. Juli 2019 ausgeschriebene erste Part des Equestrian Summer Circuits, der die Lake Arena alljährlich zum großartigen Parkett des internationalen Spitzensports macht, wartete am Freitag traditionsgemäß mit den Championaten auf. Diese galten nicht nur als Grand-Prix-Qualifikation, sondern zählten auch als Weltranglistenspringen zu den Programmhöhenpunkten der beliebten CSI2*-Serie.

Die Parcoursbauer Reza Kazemian und Franz Madl stellten einen stattlichen 1,45-Meter-Parcours in die Bahn, den am Ende des Grundumlaufes neun Starterpaare fehlerfrei bewältigen konnten. Unter ihnen waren mit Christoph Obernauer, Stefan Eder und Matthias Raisch auch drei rot-weiß-rote Siegeshoffnungen dabei, denen die heimischen Anhänger im Stechen natürlich besonders die Daumen drückten. Den Sieg in diesem Ranking-Springen schnappte sich nach einer perfekt gerittenen Runde der Deutsche Manfred Scheid. Dass seiner Hannoveranerstute Leotie KJ der Boden hier liegt und sie sich in der wunderbar dekorierten Arena sehr wohl fühlt, verdeutlichte schon die Erfolgsbilanz im Rahmen des „The Equestrian Springbreaks“, wo sie nicht nur Top-Ten-Platzierungen en suite verbuchte, sondern auch im Grand Prix der zweiten Veranstaltungswoche siegreich war. Als viertes der insgesamt neun Stechpaare nahmen sie den verkürzten Kurs in Angriff und setzten in 48,20 Sekunden die unschlagbare Bestmarke. Ihre Mitstreiter – allen voran die unter österreichischer Flagge startenden Stefan Eder und Matthias Raisch – hätten einen Angriff gewagt, mussten sich aber geschlagen geben. Der Oberösterreicher Stefan Eder, der ja hier mit Dr Scarpo schon im Vorjahr ein Championat gewinnen konnte, reihte sich in 48,58 Sekunden auf Platz zwei ein. Als Schlussreiter mischte Matthias Raisch auf Coleur Blue in 50,06 Sekunden ganz vorne mit. Apropos vorne mitmischen: Dies taten auch Team Happy Horse Reiter Christoph Obernauer und sein selbstausgebildeter Kleons Cocario. Die beiden blieben sowohl im selektiven Grundparcours als auch im Stechen fehlerfrei und wurden in 50,99 Sekunden Fünfter. Fehlerfrei an den Hindernissen waren die gestern auf Rang drei platzierten Christian Rhomberg und Ligretto, die lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung notieren mussten (10. Rang).

Omar Abdul Aziz Al Marzooqi und Saeed Moh’d Al Maazmi führten Elite Tour II an

Die 1,20 Meter hohe zweite Teilprüfung der Elite Tour II hatte den Summer-Circuit-Freitag eingeläutet und brachte einen Doppelsieg für die Vereinigten Arabischen Emirate: Omar Abdul Aziz Al Marzooqi und Saeed Moh’d Al Maazmi konnten mit ihren Pferden Coral Beach Z und Gersina van de Rengen die 60-Sekundenmarke unterbieten und setzten sich in 57,79 und 59,75 Sekunden verdient an der Spitze durch. Dagmar Wallenko, die sich ja am Vortag zur Gewinnerin gekürt hatte, ließ erneut mit ihrer Vienna XII aufhorchen und holte in 61,56 Sekunden den dritten Endrang. Nach gelungenen Nullfehlerritten, die in 67,91 und 69,42 Sekunden auch sehr flüssig angelegt waren, konnten sich auch Marie Kabler mit Castro und Florian Lorenz auf Fabel eine Platzierung sichern (6. & 7. Rang).

Szabolcs Krucsó und Comedy Star siegten schon wieder

Sie waren die großen Tagessieger am Mittwoch, wo sie in gekonnter Manier die Premium Tour für sich entscheiden konnten, und gingen auch in der freitägigen Small Tour als Siegerpaar vom Platz! Die Rede ist von Szabolcs Krucsó und Comedy Star. Die elfjährige Schimmelstute war mit ihrem ungarischen Reiter bereits beim Equestrian Springbreak im Mai mit Platzierungen aufgefallen und trumpfte nun beim Summer Circuit mit einer phänomenalen Ausbeute auf. In 61,67 Sekunden absolvierte das Duo die geforderten Hürden, die auf eine Höhe von 1,25 Meter aufgebaut waren. Es war ein denkbar knapper Ausgang, den der wohl härteste Kontrahent in diesem Rennen, Saeed Moh’d Al Maazmi, jumpte mit Stakkato-Sohn Al Commandos nur vier Hundertstel langsamer ins Ziel und wurde in 61,71 Sekunden Zweiter. Zum besten Österreicher kürte sich in dieser internationalen Prüfung Lake-Arena-Bereiter Benjamin Saurugg. Er sattelte mit Namibia 16 eine flinke Tochter des Numero Uno, die aus der Zucht von Michael Steinbrecher stammt. Die beiden beendeten ihre Runde in 61,72 Sekunden, es fehlten somit nur fünf Hundertstel auf den Triumph. Die Liste der weiteren rot-weiß-roten Platzierungen ist lange und so durften sich nach astreinen Vorstellungen auch Matthias Raisch auf Chaquino (4. Platz), Julia Gaisch mit AWÖ-Wallach Landpilot (8. Platz), Victoire Martin mit Cliffon (10. Platz), Jennifer Jaritz auf Tarina (11. Platz), Julia Jaritz mit Little Foot 3 (12. Platz), Hannah Minnichshofer auf Annahof´s Fatiniza (14. Platz), Linda Eller auf Picaro 5 (15. Platz), Lea Hallwirth auf Luna PKZ (17. Platz) und Jennifer Brennand auf Concerto Mio (19. Platz) über Prämierungen freuen.

Manfred Scheid machte auch in der Medium Tour das Rennen

Wenn´s läuft, dann läuft´s. Unter dieser Devise darf wohl Manfred Scheid den überaus erfolgreichen Turniertag stellen. Angespornt vom umjubelten Championatssieg peilte er mit Vitus K, einem Hannoveranerwallach von Verdi *TN, auch den Triumph in der Medium Tour an. Nach einer cool angelegten Runde, die in 60,19 Sekunden auch irre schnell war, stand außer Frage, dass er auch in diesem 1,35 Meter hohen Fehler-Zeit-Springen zuschlagen würde. Schon wieder, denn auch am Vortag war das Siegerbild dasselbe! Hinter Manfred Scheid und Vitus K, die also nun schon zum zweiten im Rahmen der Medium Tour siegreich waren, komplettierten Sarah Nagel-Tornau auf Katoki van de Kopshoeve (62,12 Sekunden) und Richard Gardner auf Baquero 6 (62,50 Sekunden) das Trio auf dem Treppchen. Für das beste rot-weiß-rote Resultat sorgte Routinier Boris Boor, der mit Malibu Moose in 63,30 Sekunden Fünfter wurde. Rang zehn holten Dieter Köfler und Be Check it Out in 66,10 Sekunden. Auf Platz 14 rangierte Lea-Florentina Kohl, die mit Commander 5 in 67,21 Sekunden über die Ziellinie kam. Ebenfalls fehlerfrei geblieben waren Bianca Babanitz und Conthea AS, die in 69,33 Sekunden schnell genug für eine Platzierung waren (17. Rang).