K+K Cup – Greta Reinacher gewinnt mit Familienpferd

K+K Cup - Greta Reinacher gewinnt mit Familienpferd
Volles Haus melden die Veranstalter des K+K Cups am Freitag aus der Halle Münsterland

Greta Reinacher ist am dritten Turniertag des K+K Cups allen davon gesaust.

Die Tochter des westfälischen Landestrainers Klaus Reinacher war mit Claudius R im ersten S-Springen des nationalen Hallenturniers sogar schneller als Felix Haßmann aus Lienen. Das kann nicht jeder von sich sagen. Klar, dass sich die junge Greta Reinacher als Siegerin im Eröffnungsspringen der Mittleren Tour rundum wohl fühlte. Die GBV Südertor GmbH & Co. KG und die 1. Sportpferde Andreas Osterhoff GmbH & Co. KG hatten das Prüfungspatronat für das nationale Springen inne, das immerhin 64 Teilnehmer hatte.
Schon wenige Tage zuvor konnte sich die Amazone beim Hallenturnier im rheinischen Gahlen den Triumph in einem Zwei-Sterne-S-Springen mit Claudius R sichern. In Münster “hatte ich schon auf dem Abreiteplatz ein gutes Gefühl”.

Claudius R stammt aus familieneigener Zucht

Er wurde bei Reinachers in Rosendahl großgezogen und ausgebildet. Claudius R hat es Greta nicht nur leicht gemacht. “Er war früher wirklich an dem ganzen Drumherum interessiert, das war nicht so leicht”, lacht die junge Frau. Sie arbeitet als Couture-Fachfrau bei Siggi Spiegelburg in Münster, wenn sie nicht im Sattel sitzt. Inzwischen ist Claudius R gereift, spielt seine Grundschnelligkeit sowie sein Vermögen aus. 

Platz zwei belegte Dennis Heyer (Cappeln) mit Strombuli. Den wollte eigentlich sein Vater Joachim in Münster reiten. Er trat die Aufgabe aber seinem Sohn ab, weil er krank wurde. Zum Zugucken kam Joachim Heyer in die Halle. Er war erfreut über die Umsicht, mit der Dennis und Strombuli die Aufgabe in der Mittleren Tour lösten. Und Felix Haßmann, der mit Balzaci antrat, grämte sich nicht über Platz fünf nach drei Siegen in die Wienfort Youngster Trophy in Münster.

Ehre, wem Ehre gebührt – Lars Nieberg

Er ist seit mehreren Jahren in Münster beheimatet. Seine Söhne Gerrit und Max sind dem Vater in den Reitsport gefolgt. Ehefrau Gitta managt den “Männerhaushalt” und der Chef Lars Nieberg hat sich gerade aus dem Turniersport zurückgezogen. “Ich habe keine Ziele mehr, die ich unbedingt noch erreichen muss”, sagt der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger, -Welt und -Europameister.

Lars Nieberg zählt zu den deutschen Top-Sportlern

Er hört nicht mit dem reiten auf, aber er wird nicht mehr um internationale Startplätze kämpfen oder jedes Wochenende auf nationalen Plätzen antreten: “Ich unterstütze Gerrit und Max und die beiden unterstützen mich.” Zu tun gibt es genug in Sendenhorst im Sportstall. Im Rahmen des K+K Cups wird Lars Nieberg mit einer Ehrung verabschiedet.

Peter Hofmann, Vorsitzender des DOKR-Springausschuss, und Bundestrainer Otto Becker, der etliche Nationenpreise und auch Championate gemeinsam mit Nieberg bestritt, werden da sein. Hofmann reist dafür extra aus Mannheim an. Sang- und klanglos wollen das DOKR, sowie der Bundestrainer den langjährigen Nationenpreisreiter Nieberg nicht einfach ziehen lassen.

K+K Cup 2019 in Münster hier: Start und Ergebnisse