Jerome Robiné gewinnt U25-Förderpreis-Wertung

Jerome Robiné gewinnt U25-Förderpreis-Wertung

Dritte Etappe der Serie fand im Wiesbadener Schlosspark statt.

Jerome Robiné und Quaddeldou R gewinnen die U25-Förderpreis-Wertung beim Wiesbadener Pfingstturnier. Als bester Nachwuchsreiter beendete Robiné das CIC3* mit einem Endstand von 45,70 Minuspunkten vor Anna-Katharina Vogel mit Quintana P (47,0) und Christoph Wahler mit Carjatan S (50,2). Als Sieger der Gesamtprüfung, in deren Rahmen die U25-Sonderwertung vergeben wurde, ging mit Abstand der Schwede Ludwig Svennerstal mit Stinger hervor (28,3).

Es war der erste Auftritt für Jerome Robiné beim Wiesbadener Pfingstturnier. Für den ursprünglich aus Darmstadt stammenden Reiter dennoch eine Art Heimspiel. „Ich war die letzten zehn Jahren immer als Zuschauer dabei. Am Anfang war das natürlich alles noch weit weg, aber von Jahr zu Jahr habe ich mehr daran gedacht, dass ich hier auch irgendwann mal reiten möchte“, sagte Robiné. Entsprechend viele Bekannte waren da, die Robinés Karriere seit Jahren verfolgen. „Es ist schon was Besonderes, hier zu reiten, auch wenn man auf der Strecke in einem Tunnel ist und nicht nach rechts und links schaut. Aber man hört die Leute jubeln. Und wenn man in den Park kommt und die tausend Leute sieht – das ist schon gut“, schwärmtr er. Eindruck hinterließ bei ihm auch die Dressur vor dem Schloss. „Auch das ist einfach was Besonderes. Ich dachte allerdings, dass das mehr Probleme machen würde. Man darf sich nur nicht aus dem Konzept bringen lassen“, so der 20-Jährige.

Noch im vergangenen Jahr gehörte er zum deutschen Goldteam bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter und bestritt im selben Jahr seine ersten Prüfungen auf Drei-Sterne-Niveau. Wie in Wiesbaden saß er dabei im Sattel von Quaddeldou R OLD, einem in der Familie gezogenen Oldenburger von Quattro B. Seit 2016 ist Jerome Robiné Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr und lebt seither in Warendorf, ebenso wie bis zum vergangen Jahr auch die Zweitplatzierte Anna-Katharina Vogel (Biessenhofen) und der Drittplatzierte Christoph Wahler. Alle drei benötigten für den Geländeritt exakt die selbe Zeit, kamen alle drei mit 9,6 Zeitstrafpunkten ins Ziel. „Das ist wohl eher Zufall“, sagte Junioren-Bundestrainerin Julia Krajewski, die selbst einmal den U25-Förderpreis in Wiesbaden gewinnen konnte und in diesem Jahr Platz drei in der parallel ausgetragenen Event Riders Masters-Püfung belegte.

Deutschlands Vielseitigkeitsnachwuchs gehört seit Jahren zu den zuverlässigsten Medaillenlieferanten bei Europameisterschaften. Der Sprung ins „Senioren“-Lager ist allerdings nicht einfach. Um den jungen Talenten diesen Schritt zu erleichtern, gibt es seit 2012 den „U25-Förderpreis Vielseitigkeit“. Im Rahmen mehrerer Topturniere in Deutschland mit einer Sonderwertung für U25-Reiter, die damit die Chance haben, sich gezielt miteinander zu messen. Dabei wechseln sich Prüfungen auf Zwei- und Drei-Sterne-Niveau ab, um dem Nachwuchs den Sprung in den internationalen Spitzensport zu erleichtern. Die jeweils besten drei jeder Wertungsprüfung werden mit einer Extra-Ausbildungsgratifikation bis zu 1.500 Euro bedacht. Darüber hinaus erwartet den Saisonbesten am Ende ein ganz besonderer Förderpreis in Form eines Trainingsaufenthalt im Yorkshire-Riding-Center beim ehemaligen Bundestrainer Chris Bartle.

Ermöglicht wird die Serie durch das persönliche Engangement von Professor Dr. Bernd Heicke, der in Wiesbaden auch Hauptsponsor des CIC3* im Rahmen des Event Riders Masters ist. „Das ist schon was ganz anderes hier, da mitzureiten mit Namen wie Ingrid Klimke oder Oli Townend, gegen die reitet man nicht so oft. Ich bin Professor. Heicke unglaublich dankbar, dass wir hier vor so einer Kulisse reiten dürfen und uns mit denen messen dürfen und Erfahrungen sammeln dürfen, da kann man sich viel an- und abgucken, es ist ein Ansporn da mitzuhalten“, sagte Jerome Robiné.