Indian Blessing im Sparkasse Holstein-Cup souverän

Indian Blessing im Sparkasse Holstein-Cup souverän

Englischer Triumph mit französischem Star-Jockey in Hamburg.

Englischer Triumph am Mittwochabend vor 5.500 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn: Die von Ed Walker für Besitzer Pak-Kwan Siu vorbereitete und von dem französischen Spitzenjockey Gerald Mossé (51) gerittene vierjährige Stute Indian Blessing (40:10) gewann den Sparkasse Holstein-Cup (Gruppe III, 155.000 Euro, 1.600 m) souverän.

Die erst vor zwei Tagen für 5.500 Euro nachgenannte Sepoy-Tochter, die zuletzt in York auf stärkere Gegnerinnen getroffen war und zuvor als Dritte einer Gruppe II-Prüfung in Newmarket überzeugt hatte, landete beim zwölften Karrierestart ihren dritten Erfolg, den ersten in einem Gruppe-Rennen und brachte 32.000 Euro nach England.

Mossé ritt die Favoritin aus Startbox zehn mit viel Vertrauen in hinteren Regionen des von Indah vor Suada und Peace in Motion angeführten Elferfeldes. Auf der Zielgeraden war es um die vorderen Pferde schnell geschehen, wobei Peace in Motion an der Innenseite keinerlei Platz zur Entfaltung fand und völlig unter Wert geschlagen war.

Die Entscheidung spielte sich ganz an der Außenseite ab, wo Indian Blessing und Binti Al Nar immer besser ins Bild kamen. Doch am Ende war es nur noch das Rennen der englischen Gaststute, die sich locker auf anderthalb Längen absetzte.

Jockey Gerald Mossé in einem ersten Kommentar: „Ich habe die Stute schon in der Arbeit geritten. Sie braucht ein schnelles Rennen, da sie ein Pferdpferd ist. Ich habe sie im hinteren Teil des Feldes positioniert, damit sie nicht zu fleißig ist. Als ich sie auf der Geraden angetippt habe, reagierte sie toll. Ich war vor einigen Jahren schon einmal hier und fühle mich in Hamburg sehr wohl.“

Spannend wurde der Kampf um Platz zwei, der an die bestens weiterziehende Binti Al Nar ging. „Sie hat ihre letzte Frankreich-Form wieder gerade gerückt. Ich bin sehr zufrieden“, versicherte Jockey Andrasch Starke. Die Außenseiterin Cabarita (Trainer Hans-Jürgen Gröschel: „Sie hat wieder an die Vorjahresformen angeknüpft, als sie immer in der Nähe von Binti Al Nar war“) sicherte sich Platz drei, hauchdünn vor der außen noch besser anziehenden Diaphora. Die Viererwette kletterte auf 28.850:10 Euro.
Vorfreude auf das Rennen des Jahres

Schon jetzt herrscht große Vorfreude auf den Höhepunkt der deutschen Galopp-Saison, das IDEE 149. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m), Rennen der German Racing Champions League 2018, am Sonntag, 8. Juli in Hamburg.