Haßmanns größter Wiesbaden-Erfolg

Haßmanns größter Wiesbaden-Erfolg

Staatssekretär Ingmar Jung gratuliert dem Siegerpaar Felix Hassmann (GER) Quali Quanti | Foto: Copyright Sportfotos-Lafrentz.de

Haßmanns größter Wiesbaden-Erfolg

Den Blick voraus – Felix Haßmann siegt im Preis des Hessischen Ministerpräsidenten | Foto: Copyright Sportfotos-Lafrentz.de

Felix Haßmann und Quali Quanti haben den Preis des Hessischen Ministerpräsidenten beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier gewonnen. Die 1,50-Meter-Springprüfung mit Stechen war zugleich Qualifikation für den Großen Preis und damit für die Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour. Guido Klatte jun., der Aufsteiger der deutschen Springsportszene schlechthin, wurde mit Corisanto Zweiter, Meredith Michaels-Beerbaum und Samurai landeten auf Platz drei.

In 44,45 Sekunden flitzte das Paar Haßmann-Quali Quanti durch den Stechparcours. „Das war ein reell schnelles Stechen“, grinste Haßmann. „Quali Quanti ist dieses Jahr noch nicht viele Prüfungen gegangen. Das hat heute echt Spaß mit ihm gemacht.“ Haßmann ist schon einige Jahre beim PfingstTurnier am Start, hat auch schon das ein oder andere Springen gewonnen, aber der Sieg in der heutigen Prüfung war sein bisher größter Wiesbaden-Erfolg. „Jetzt fehlt mir nur noch der Große Preis“, und schon grinst er wieder. Den wird er morgen im Sattel von Balzaci in Angriff nehmen.

Corisanto, der Oldenburger auf Platz zwei, ist erst acht Jahre alt. „Ich bin absolut überrascht von diesem Pferd“, gestand Klatte. Er ist noch jung und hat wenig Erfahrung, dieser Sohn von Cornet’s Prinz, aber er ist schnell und hat enormes Springvermögen. „Nur an der Lenkung müssen wir noch ein bisschen feilen“, gab Klatte lächelnd zu.

Mannschafts-Weltmeisterin Meredith Michaels-Beerbaum (MMB) hatte ebenfalls ein junges Pferd dabei: den neunjährigen Westfalen Samurai. MMB und Samurai haben schon in Hagen, Mannheim und Hamburg auf sich aufmerksam gemacht. Wiesbaden war das vierte gemeinsame Turnier der beiden mit dem ersten schnellen Stechen. Bis Ende letzten Jahres war Samurai noch unter dem Sattel von Gaj Riossa. Der junge Slowene war 2016 noch bei den Europameisterschaften der Junioren-Springreiter in Millstreet am Start, inzwischen arbeitet er im Stall von MMB als Bereiter.

Insgesamt gingen 44 Paare an den Start, 13 hatten sich mit fehlerfreiem Umlauf für das Stechen qualifiziert.

Bis heute war der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung, ein Fan von Fußball und Tischtennis, jetzt ist er Springsport-Fan. „Das war heute für mich eine ganz neue Erfahrung“, erklärte Jung, der zum ersten Mal beim PfingstTurnier zu Gast war, „ich bin absolut begeistert. Ich komme auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder.“

Rasant zum Sieg: Ingrid Klimke

Wiesbaden jubelt und tobt, wenn die flotten Vierspänner durch den Schlosspark rasen. Das Ride and Drive, die kombinierte Prüfung von Springreitern und Vierspänner-Fahrern, gehört in jedem Jahr zu den Publikums-Lieblingen des PingstTurniers. In diesem Jahr trauten sich ausschließlich Damen an den Start bei dieser Prüfung, in der es in erster Linie um Tempo geht. Ingrid Klimke ist dieses Jahr in Wiesbaden im Dauereinsatz – von der Geländestrecke, in den Parcours, ins Viereck, immer im Wechsel und dann auch noch zack auf die Kutsche zwischen zwei Starts in der Dressurprüfung des Louisdor-Preises! Der Einsatz hat sich gelohnt: Mit Vollgas raste die Reitmeisterin zusammen mit dem Gespann von Jiri Nesvacil vom Nationalgestüt Kladruby nad Labem aus Tschechien zum Sieg.

Ehrenmitgliedschaft für Ingrid Klimke

Sie hat für eine grandiose Premiere gesorgt: Zum ersten Mal hat es ein Reiter geschafft, in drei Disziplinen parallel beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier an den Start zu gehen: Ingrid Klimke. 2017 war sie in der Vielseitigkeit, in der Dressur und im Springen dabei. Als i-Punkt obenauf hat sie sich dann auch noch grandios beim Barrierenspringen geschlagen. Bis 1,80 Meter fehlerfrei! Der Herausforderung nicht genug: Auch beim rasanten Ride and Drive gab die Reitmeisterin Gas und gewann. Zudem gehört Ingrid Klimke schon lange zu den Stammgästen im Schlosspark und hat bereits viermal Wiesbadens Vielseitigkeit gewonnen. Heute ihr am Randes des PfingstTurniers zum Ehrenmitglied des WRFC ernannt. „Ich war total überrascht und fühle mich wirklich geehrt“, betonte das neue Ehrenmitglied. „Schon als Kind war Wiesbaden mein Lieblingsturnier, weil man hier so toll spielen konnte.“

Turniersplitter

* Die Wette läuft – Die WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff und der Vize-Präsident Dr. Hanns-Dietrich Rahn haben eine Wette laufen: Es geht um ein gutes Essen! „Ich habe gewettet, dass wir mehr als 55.000 Besucher haben werden an den PfingstTurniertagen. Heute haben wir etwa 14.000, damit sind wir schon fast bei 55.000. Ich freue mich schon aufs Essen“, strahlte Rahn.

Prüfung 10 CSI4*- Int. Springprüfung mit Stechen ( 1,50m)
„Preis des Hessischen Ministerpräsidenten“

1. Felix Haßmann GER)/Quali Quanti 44,45
2. Guido Jun. Klatte (GER)/Corisanto 45,24
3. Meredith Michaels-Beerbaum (GER)/Samurai 501 45,92
4. Michael Jung (GER)/fischerSolution 46,06
5. Emanuele Gaudiano (ITA)/Corbanus 46,18
6. Gert Jan Bruggink (NED)/Charmeur 436 46,73

Prüfung Nr. 06 – Ride and Drive
„Preis der ESWE Versorgungs AG Wiesbaden“

1. Fahrer: Jiří Nesvačil Reiterin: Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster e.V.)
2. Fahrer: Roman Vyskočil Reiterin: Lisa Oppermann( RFV Elz e.V.)
3. Fahrer: Jakub Mack Reiterin: Jamila Malin Jung (RFV Elz e.V.)
4. Fahrer: Bartlomiej Kwiatek Reiterin: Fabiana Olschewski (RFV Elz e.V.)

Prüfung Nr. 33 Nat. Pony-Dressurprüfung Kl.L**-Trense
„Preis der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung“

1. Jana Lang (RSG Stulln e.V.)/NK Cyrill 76,077%
2. Tabea Schroer (Bad Homburger RFV)/Danilo 73,590%
3. Anna Middelberg (Zucht-,Reit-und Fahrverein Lienen e.V.)/Drink Pink 72,103%
4. Nele Löbbert (RG Ober-Castrop e.V.)/Carlos WE 71,744%
5. Laura-Franziska Riegel (Akademischer Reitclub Bonn)/Equestricons Lord Champion 71,692%
6. Moritz Treffinger (RV Oberderdingen)/Top Queen H 71,0%

Haßmanns größter Wiesbaden-Erfolg

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Quelle: EquiWords – Agentur für Medien- und Pressearbeit im Reitsport
Kirsten Maier