Goldener Schachzug mit Axana im 100 Jahre Hugo Pfohe-Rennen

Goldener Schachzug mit Axana im 100 Jahre Hugo Pfohe-Rennen
Axana und Eduardo Pedroza gewinnen das 100 Jahre Hugo Pfohe-Rennen

Nachgenannte Stute gewinnt das Stuten-Event in Hamburg.

Goldener Schachzug des Spexarder Trainers Andreas Wöhler: Für die Gebühr von 5.500 Euro hatte der Coach die dreijährige Klassestute Axana für das 100 Jahre Hugo Pfohe-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) am Montag beim IDEE Derby-Meeting nachgenannt. 32.000 Euro Siegbörse flossen nun auf das Konto des Team Valor als Besitzer (dahinter verbirgt sich der Amerikaner Barry Irwin, der seit Jahren gerne Pferde in Deutschland erwirbt).

Die klare 2,2:1-Favoritin im zehnköpfigen Feld dieses Stuten-Events, zuletzt glänzende Zweite hinter einer englischen Gaststute im Klassiker um die German 1.000 Guineas wurde ihrer hohen Einschätzung gerecht. Stalljockey Eduardo Pedroza, gebürtiger Panamese und seit Jahren einer der Top-Jockeys in Deutschland, hielt sich bei seinem ersten Meetingssieg mit der Soldier Hollow-Tochter (alle drei Erstplatzierten stammen von dem Klasse-Deckhengst) sofort im Vordertreffen auf und setzte die Stute auf der Zielgeraden rechtzeitig ein. Sofort machte sich die Lady von ihren Gegnerinnen frei und stand als leichte Siegerin fest. Damit gewann sie beim sechsten Auftritt ihr viertes Rennen. Auf ihre weitere Karriere darf man sehr gespannt sein.

„Wir haben uns kurzfristig zu dem Start in Hamburg entschieden. So recht bot sich kein anderes Rennen an, es hat alles gepasst. Ich musste diesmal nicht selbst das Tempo bestimmen wie zuletzt in Düsseldorf, als die Lücke aufging, packte sie groß an und hat sich freigemacht“, kommentierte Axanas Jockey Eduardo Pedroza.

Shalona, die schon zuletzt einen Platz hinter Axana im Klassiker gewesen war, schob sich noch auf Platz zwei und machte die Zweierwette der dreijährigen Stuten perfekt. Madita lief als Dritte ebenfalls ein sehr gutes Rennen, sie gehört wie Axana dem Team Valor und soll nun nach Amerika wechseln. Interessant: Die drei erstplatzierten Stuten waren exakt in dieser Reihenfolge auch am Totalisator eingeschätzt worden.

Die Autohaus-Kette Hugo Pfohe, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, ist ein neuer starker Partner des Hamburger Renn-Clubs und übernahm das Sponsoring für das Hauptereignis. Man zeigte sich sehr angetan von der Atmosphäre auf der Horner Rennbahn.

In der Auftaktprüfung über 1.800 Meter gab es einen überraschenden Hamburger Sieg, denn die 16,5:1-Außenseiterin Black Maria (Jose Luis Silverio) gehört dem Stall Lone Ranger und stammt auch aus der Zucht von Catrin Nack. „Ich bin sprachlos“, erklärte die Rennsportenthusiastin. „Aber man darf nicht vergessen, dass sie einmal einen schweren Unfall hatte.“ Renn-Club-Präsident Eugen-Andreas Wahler wurde hier Dritter als Besitzer von Alhammer.

Eine Siegquote von 10,4:1 auf den siebenfachen Derbysiegreiter Andrasch Starke ist eine absolute Seltenheit, doch in einem Meilen-Handicap gab es so viel Geld, als der Top-Jockey mit Stanley Daley überraschte.

Das IDEE Derby-Meeting kann der Lengericher Trainer Dr. Andreas Bolte schon nach dem dritten Meetingstag als vollen Erfolg verbuchen, denn mit der dreijährigen Stute Alenza (4,9:1) gelang ihm mit Jockey Michael Cadeddu in der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 2.400 m) schon der dritte Hamburg-Sieg 2019. Die Viererwette mit Irina, Mod und Lacrimosa auf den Plätzen wurde nicht getroffen, so dass es in dieser Woche noch einen Jackpot geben wird.

Aus einem Ritt im IDEE 150. Deutschen Derby wurde es zwar wegen der Verletzung von Winterfuchs nichts, aber Reiterin Sibylle Vogt (tätig in Iffezheim) sicherte sich mit der Start-Ziel für die Hoppegartener Trainerin Sarka Schütz nie zu beeindruckenden Maya (7:1) vor dem Favoriten Bolt Phantom und So Brave den über 1.400 Meter führenden Ausgleich II. Das IDEE Derby-Meeting wird am Mittwoch, 3. Juli fortgesetzt. Erster Start ist um 17:30 Uhr.