Felix, Ferdinand BB und Johnny schreiben Schlagzeilen

Felix, Ferdinand BB und Johnny schreiben Schlagzeilen
Letzter Turnierstart mit Don Johnson FRH für Isabell Werth und Sieg im Grand Prix in Frankfurt.

Beim Internationalen Festhallen Reitturnier in Frankfurt ist die erste internationale Entscheidung im Parcours gefallen.

Der “fixe Felix” – der Deutsche Meister Felix Haßmann sicherte sich mit SIG Captain America den Sieg im Preis der Roeckl Sporthandschuhe, also im internationalen Eröffnungsspringen.

Dass er auch langsam reiten kann, weiß man von Haßmann, nur mache ihm das eben einfach weniger Freude ließ Haßmann bereits wissen. Der Westfale verwies immerhin 57 Mitbewerber aus 17 Nationen auf die Plätze. Auch seine Kollegin Kendra Claricia Brinkop, die aktuell im belgischen Wolvertem für die Stephex Stables als Reiterin arbeitet und mit Bakogan de St. Jean Zweite wurde. Kendra konnte bereits 2018 im Champions Cup in Frankfurt überzeugen, damals noch für den Stall Ehning.

Ihre internationale Frankfurt-Premiere absolvierte Darline Eisenmenger (Niederzeuzheim) mit Clair de Lune – und wurde Elfte mit einer fehlerfreien Runde. Die junge Amazone war bislang stets eine der besten Reiterinnen beim Hessentag, z.B. im Preis der Dieter-Hofmann-Stiftung und erhielt genauso wie ihre Schwester Riana die internationale Startgenehmigung für das CSI in der Frankfurter Festhalle.

Ferdinand BB glänzt im Louisdor-Preis

Jessica von Bredow-Werndl und ihr Hannoveraner Ferdinand BB konnten in der ersten Prüfung des Louidor-Preis-Finales überzeugen und setzten den Spitzenwert von 76,48 Prozent im Nachwuchspferde Grand Prix (FN). Der dunkelbraune Wallach von Florencio ist eines der besten deutschen Nachwuchspferde und der Stolz seiner Reiterin aus Aubenhausen, sowie der Besitzerin Beatrice Bürchler-Keller aus der Schweiz. Kira Wulferding (Holzhausen) und Soiree d`Amour OLD folgten auf dem zweiten Rang. Die Oldenburger Stute Soiree war bereits ein “ Hingucker” im NÜRNBERGER BURG-POKAL, als jetzt zehnjähriges Pferd folgt nun der logische Schritt im Louisdor-Preis. Am Sonntag wird in der Frankfurter Festhalle das Finale der Serie für acht bis zehn Jahre alte Pferde entschieden.

Riesig gefreut über “Johnny”

Der Grand Prix de Dressage, präsentiert vom Bankhaus Metzler, wurde zur “Beute” von Isabell Werth und Don Johnson FRH und sorgte damit für Riesenfreude bei der Reiterin und der Besitzerin Madeleine Winter-Schulze. Don Johnson FRH hat den letzten Turnierstart seiner langen Karriere in der Frankfurter Festhalle. Frisch, putzmunter, kraftvoll und übermütig wie eh und je, präsentierte Werth den Hannoveraner Wallach in der Abreitehalle und in der Festhalle. “Ich bin mit mir im Reinen”, sagte die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt, “ich will Johnny verabschieden, wenn er noch gern gesehen wird, gesund und so wie er ist. Und einen schöneren Rahmen als hier kann ich mir nicht vorstellen. Ich freu mich richtig auf die Kür am Sonntag.”

Als vierjähriges Pferd kam Don Johnson FRH von Matthias Klatt zu Isabell Werth. Ein reeller Hannoveraner der nicht die ganz idealen körperlichen Voraussetzungen, aber große Bewegungsqualität mitbrachte. Eher etwas bergab konstruiert mit nicht ideal angesetztem Unterhals. Isabell Werth: “Als wir ihn gesehen haben, hat Dieter Schulze gesagt `was will sie denn mit dem´und Madeleine hat dann wieder gesagt ´nun lass sie doch, wenn er ihr gefällt`. Ich habe gesehen wie er sich bewegt, das hat mich überzeugt.” Der Prozess, einen Spitzenathleten zu formen, hat mehrere Jahre gedauert. In den Jahren sei Don Johnson jedoch der “Wasserträger” gewesen, eben das Pferd, dass Werth im internationalen Sport oben hielt, bevor Bella Rose, Emilio oder Weihegold OLD die Lücke füllen konnten. Seine Küren erhielten stets außergewöhnlich hohe Noten, der technische Schwierigkeitsgrad immer herausragend.

Kennzeichnend für “Johnny” ist auch sein Temperament und sein Charakter: “Er buckelt ja immer mal los, er knattert auch gern mal richtig nach vorn, aber er ist nicht fies, er versucht nicht den Reiter loszuwerden – er ist einfach lebensfroh und beweglich”, sagt die weltweit erfolgreichste Dressurreiterin und: “Er ist tief in meinem Herzen und er bleibt auch bei mir. Wir reiten ihn weiter, dehnen Paddock und Weidegang aus. Die Pferde zeigen es einem, was sie wollen und wann sie es wollen.”