Favorit Stormy Antarctic „stürmt“ in der 40. Badener Meile davon

Favorit Stormy Antarctic „stürmt“ in der 40. Badener Meile davon

Souveräner Triumph des Engländers in Baden-Baden-Iffezheim.

Erwarteter Gäste-Triumph in der 40. Badener Meile (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.600 m) am Donnerstag vor 13.500 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim, dem ersten Grupperennen des Frühjahrs-Meetings: Der von Ed Walker in Lambourn/England für den Hong Kong-Chinesen Pak-Kwan Siu trainierte fünfjährige Wallach Stormy Antarctic (21:10-Favorit) wurde seiner hohen Einschätzung mit einem souveränen Anderthalb-Längen-Erfolg bestens gerecht.

Unter Jockey Pat Cosgrave trumpfte der mit erstklassigen Formen aus England angereiste Stormy Atlantic-Sohn Mitte der Zielgeraden aus dem Mittelfeld an die Spitze des lange von Be My Sheriff angeführten Feldes und löste sich von seinen zehn Konkurrenten. 40.000 Euro betrug der Siegpreis beim 20. Start und sechsten Triumph für Stormy Antarctic.

Trainer Ed Walker in einem ersten Kommentar: „Weichen Boden braucht er zwar nicht, aber er käme damit besser zurecht als viele seiner Gegner. Doch auch so hat er heute wieder alles gegeben. Er ist ein solides Gruppe III- oder Gruppe II-Pferd, das leicht zu trainieren ist. Ich habe 80 Pferde in meinem Stall. Wir werden in Zukunft dort starten, wo Regen angesagt ist.“
Jockey Pat Cosgrave ergänzte: „Er ist auf weichem Boden noch besser aufgehoben, aber seine große Klasse hat er heute auch auf diesem abgetrockneten Geläuf ausgespielt. Es handelt sich bei ihm um ein sehr zähes Pferd, das immer sein Bestes gibt. Er packte toll an.“
Noch bestens in Szene setzte sich als Zweiter und bester Deutscher Va Bank nach einer überlangen Abstinenz. „Das war ein sehr gutes Comeback nach einem Jahr Pause und etlichen Rückschlägen in dieser Zeit. Wir machen jetzt langsam mit Ihm weiter, vielleicht gehen wir mit ihm nach Dortmund oder Hamburg“, versicherte Trainer Andreas Wöhler.
Jockey Bauyrzhan Murzabayev stimmte in dieser Einschätzung mit dem Coach überein: „Nach einem Jahr Pause war das eine sehr starke Leistung. Leider war das Rennen etwas zu langsam für ihn, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden.“

Der Vorjahressieger Palace Prince hielt sich aus dem Vordertreffen als Dritter ebenso sehr gut, zumal nicht alles nach Wunsch lief. Sein Betreuer Jean-Pierre Carvalho: „Unterwegs war er bei dem langsamen Tempo zu fleißig. Und am Knick hatte er zunächst keinen Platz. Das war nicht so günstig, aber das Laufen kann sich sehen lassen. Wir haben mit ihm nun mehrere Optionen.“

Einmal mehr wurde der am Freitag im Auktionsring hier erscheinende Degas noch sehr schnell und eroberte Platz vier. Trainer Markus Klug: „Er hat noch sehr viel Boden gutgemacht, das war eine Top-Leistung. Ein Meilenrennen in Hamburg könnte sein nächstes Ziel sein.“

Keine Rolle spielte diesmal Wonnemond als Siebter. Ihm behagte die langsame Fahrt nicht, sonst wäre ich auch nicht so weit im Vordertreffen mitgegangen. Er war unter Wert geschlagen“, meinte Jockey Bayarsaikhan Ganbat.