Familiensache Großer Preis – zwei Porters “over the moon”

Familiensache Großer Preis - zwei Porters “over the moon”
PORTER Lucas (USA), C HUNTER Donaueschingen

Die Begeisterung kannte kaum Grenzen. Lucas und Wilton Porter, springreitende Brüder aus den USA, haben beim CHI Donaueschingen Platz eins und zwei im Großen Preis – S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnispreis belegt und freuten sich überschwänglich. Beide trainieren beim einstigen Doppelweltmeister Jeroen Dubbeldam in den Niederlanden und landeten mit diesem Doppelerfolg einen echten Coup. Nur mit dem Autofahren haperte es etwas. “ich hab versucht das Auto zu fahren, wir haben ja auch beide Führerscheinprüfung – nur in den USA fahren alle nur Automatik”, lachte Lucas Porter nach der Testfahrt im Parcours im nagelneuen PKW von Sponsor Autohaus Südstern-Bölle.

“Es ist top, das wir das Auto gewonnen haben”, so Wilton Porter, “dann können wir üben, mit Gangschaltung zu fahren.” Während der 25-jährige Wilton Porter sein Studium an der Vanderbuilt University bereits abgeschlossen hat, verbringt Lucas (21) jeweils drei Monate in den USA, um einerseits Amerikanische Geschichte zu studieren und andererseits in Wellington beim Equestrian Festival zu starten. Beide Brüder haben eine Anlage in den Niederlanden erworben und werden dort in Zukunft selbstständig arbeiten. Donaueschingens CHI fanden beide “amazing”: toller Turnierplatz, super-Publikum und eine einzigartige Athmosphäre.

Der drittplatzierte Reiter erlebte eine Premiere – Francisco Jose Mesquita Musa war erstmals beim CHI und tief beeindruckt von der Athmosphäre. Der Brasilianer saß im Sattel eines in Deutschland wohl bekannten Pferdes. Catch me Imperio Egipico hieß früher Catch Me T, ist eine elf Jahre alte Hannoveraner Stute und wurde früher von Holger Wulschner geritten, bevor sie verkauft wurde. Bester Deutscher war Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) mit Prinz auf Platz vier. Dreher versuchte im Stechen alles, kassierte jedoch einen Abwurf. Elf Paare erreichten das Stechen der Weltranglistenprüfung.

Dressurfest für Benjamin Werndl

Der Dressurreiter aus dem bayrischen Aubenhausen kam, sah und siegte beim CHI Donaueschingen nicht nur einmal. Der Meggle Grand Prix Special wurde zum Triumphzug für den Oldenburger Famoso OLD und Werndl. Mit 78, 02 Prozent setzte sich Werndl deutlich an die Spitze vor Frederic Wandres und Westminster und Matthias Bouten und Meggle`s Boston.

Veranstalter zählen rund 47.000 Besucher

Von Donnerstag bis Sonntag lockten Geländeritt, Springen, Dressur und Vierspännersport in den fürstlich-fürstenbergischen Schlosspark und der Verlockung gaben etliche Pferdesportfans nach. Sowohl der Festumzug, als auch das breite Sportprogramm mit der Europameisterschaft der Vierspänner als Höhepunkt, sorgten für rund 47.000 Besucher insgesamt. Allein am Samstag kamen 17.000 für den Marathon der Vierspänner, das Championat im Springstadion und die Dressur, sowie für das Abendprogramm. Mit 8.500 Besuchern am Donnerstag (inkl. Festumzug) und fast 7000 am Freitag begann das 63. S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier bereits erfolgreich.