Erster Gruppe-Sieg für Trainer Henk Grewe und Jockey Bauyrzhan Murzabayev

Erster Gruppe-Sieg für Trainer Henk Grewe und Jockey Bauyrzhan Murzabayev

Hachtsee-Stute Taraja brilliert in der Mehl-Mülhens-Trophy in Hamburg.

Erster Gruppesieg für den Kölner Trainer Henk Grewe und den aus Kasachstan stammenden Jockey Bauyrzhan Murzabayev durch die dreijährige Stute Taraja am Samstag vor 6.200 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn: Einen Tag vor dem IDEE 149. Deutschen Derby triumphierte die im Besitz des Rennstalles Gestüts Hachtsee stehende High Chaparral-Tochter als 51:10-Mitfavoritin in der Mehl-Mülhens-Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m).

Nach dem zweiten Rang im Soldier Hollow-Diana-Trial in Berlin-Hoppegarten war der mit 32.000 Euro Preisgeld honorierte Triumph Tarajas nun hochverdient. Das enorm spannende Rennen schien lange eine Angelegenheit von Night of England zu werden, die neben Taraja und Cheshmeh ebenfalls von Henk Grewe aufgeboten worden war. An der Spitze diktierte sie ein flottes Tempo vor Taraja, die auf der Zielgeraden nachsetzte. Immer stärker wurde die Hachtseerin, die offenbar mit riesigem Kampfgeist ausgestattet ist, und schob sich mit einer halben Länge an der immer weiterziehenden Night of England vorbei, die sich den zweiten Platz in totem Rennen mit der Röttgenerin Dina teilte, die nach wenig Glück auf der Zielgeraden heranstürmte.

Henk Grewe über Taraja und seine anderen beiden Kandidatinnen Night of England und Cheshmeh (Sechste): „Taraja zeigt in der Arbeit sehr wenig, ist aber ein ganz tolles Pferd. Sie hat ein richtig großes Herz. Night of England ist ebenfalls sehr stark gelaufen und geht in den Preis der Diana. Ich hatte den Reitern meiner Pferde die Taktik überlassen. Für Cheshmeh war die Strecke einen Tick zu weit.“

Prix Minerve als nächstes Ziel

Tarajas Besitzer Reginald Graf von Norman erklärte gegenüber German Racing: „Ich hatte etwas Sorge wegen des Bodens, denn ihre Familie bevorzugt eher weichen Boden. Heute ging sie zum ersten Mal problemlos um den Bogen. Eine Nennung für den Henkel – Preis der Diana besitzt sie nicht, wir werden sie auch nicht nachnennen. Das Ziel ist der Prix Minerve am 12. August in Deauville.“

Markus Klug meinte über Dina: „Ich war mir im Vorfeld nicht sicher wegen der Distanz, aber ihr Vater scheint ihr Stehvermögen vererbt zu haben. Sie ist jetzt unsere Diana-Hoffnung. Ihr Laufen war top, obwohl sie auf der Zielgeraden kein glückliches Rennen hatte.“ Während Wonder of Lips sich als Vierte vorzüglich hielt, besaß Sword Peinture als Fünfte ebensowenig eine Chance wie Go Rose, die nur Letzte wurde.