Erste Finalisten für Louisdor-Preis-Finale stehen fest

Blue Hors Veneziano und Chrysler sichern sich Festhallen-Tickets

Beim internationalen Dressurturnier Horses&Dreams in Hagen am Teutoburger Wald hat auch der Louisdor-Preis seinen Auftakt in die Saison 2018 gefeiert. Der Nachwuchspferde-Grand-Prix der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) wird ermöglicht durch die Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung und ebnet jungen Pferden den Weg in den Grand-Prix-Sport. In Hagen sicherten sich die beiden Hengste Blue Horse Veneziano und Chrysler die Qualifikation für das Finale der Serie.

Der achtjährige Oldenburger Blue Hors Veneziano (von Vivaldi – Donnerhall) wurde vorgestellt von dem dänischen Weltcup-Finalteilnehmer Daniel Bachmann Andersen. Die beiden erreichten im Kurz-Grand-Prix am Sonntagmorgen 74.023 Prozent. Auch am Donnerstagmorgen in der Vorbereitungsprüfung auf dem Niveau Intermediaire II hatten sie das Klassement angeführt.

Reitmeister Hubertus Schmidt (Borchen-Etteln) stellte zwei Hengste in Hagen vor. Mit dem zehnjährigen Westfalen Escorial (von Estobar NRW – Fürst Piccolo) belegte er in der Inter II noch Rang zwei hinter Bachmann Andersen. Am Sonntagmorgen sicherte er sich dann mit dem ebenfalls achtjährigen Bayern Chrysler (von Christ – Sandro Hit) Rang zwei und damit auch ein Ticket für das Finale des Louisdor-Preises, das im Dezember in der Frankfurter Festhalle stattfindet. Das Ergebnis in Hagen lautete 71.442 Prozent. Mit Escorial wurde Schmidt zudem Fünfter im Kurz-Grand-Prix.

Der internationale Dressurrichter Dr. Dietrich Plewa kommentierte wie gewohnt die Ritte im Kurz-Grand-Prix und zog ein durchweg positives Fazit: „Diese Prüfung hatte eine unheimlich hohe Qualität, was die Grand-Prix-Anlage der Pferde angeht. Es war kein Pferd dabei, das sich womöglich von der kleinen Tour in das Grand-Prix-Viereck verirrt hätte. Zudem ist zu erkennen, dass die Reiter viel Wert auf schönes Reiten und die korrekte Ausführung der Lektionen legen. Das lässt sich zum Beispiel an der durchweg guten Anlehnung und der gesunden und gescheiten Grundausbildung der Pferde erkennen.“

Der Nachwuchspferde Grand Prix ist eine Serie für acht- bis zehnjährige Dressurpferde, die behutsam an die schwerste Prüfungsklasse herangeführt werden sollen. Zwar enthalten die Aufgaben alle Elemente des Grand Prix, sind aber in den Anforderungen etwas reduziert. So darf zum Beispiel die Piaffe noch etwas mehr Vorwärtstendenz haben als dies im „großen“ Dressursport erwünscht ist. Zu den bisherigen Siegern zählen unter anderem Sammy Davis jr. mit Dorothee Schneider, El Santo mit Isabell Werth und Dablino mit Anabel Balkenhol, die alle schon wenig später in den deutschen Championatsmannschaften eingesetzt wurden.

Der Louisdor-Preis knüpft einerseits an den Piaff-Förderpreis an, der den unter 25-jährigen Nachwuchs-Dressurreitern den Weg in den Grand Prix ebnet. Andererseits auch an den Nürnberger Burg-Pokal, der für die sieben- bis neunjährigen Dressurpferde bestimmt ist. Auch diese Nachwuchsserie feierte ihren Saison-Auftakt in Hagen. Die Qualifikation für das Finale, das ebenfalls in der Festhalle ausgetragen wird, wird in einem St-Georg-Special geritten. Den Sieg und damit das Ticket für Frankfurt sicherte sich in Hagen die achtjährige Oldenburger-Stute Die Fürstin (von Don Romantic – Fürst Heinrich) mit ihrer Reiterin Friederike Hahn (Hamburg). Die beiden erreichten 73.927 Prozentpunkte. Sie gewannen vor Kira Wulferding (Wildeshausen) mit der neunjährigen Rheinländerin Bohemian Rhapsodie (Belissimo M – De Niro), die auf 72.878 Prozent kamen.