Engländer Danceteria „tanzt“ die Gegner aus

Engländer Danceteria „tanzt“ die Gegner aus
Danceteria siegt unter James Peter Spencer im Grosser Dallmayr-Preis

Champions League in München: Starke Münchener Pferde auf Platz zwei und drei.

Imponierender englischer Gäste-Triumph gegen zwei starke Münchener Pferde – das war das Ergebnis im Champions League-Highlight am Sonntag auf der Galopprennbahn in München-Riem: Vor 15.000 Zuschauern gewann der im Besitz von Australian Bloodstock stehende und von dem Franzosen David Menusier in England (im Stall des früheren Trainers Guy Harwood) vorbereitete Danceteria (3,2:1) mit Weltklasse-Jockey Jamie Spencer den Großen Dallmayr-Preis (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.000 m) vor den im Besitz des Stalles Salzburg stehenden und von Sarah Steinberg vor Ort trainierten Wai Key Star und Quest the Moon.

Aus hinteren Regionen überspurtete Danceteria, der zuletzt in den Eclipse Stakes als Vierter u.a. hinter der Ausnahmestute Enable (gewann am Samstag die King George Stakes in Ascot) sehr gefallen hatte, die gesamte Konkurrenz. Mit viel Vertrauen gesteuert und in bester Haltung galoppieren, war dem Endspurt des vierjährigen Wallachs kein Gegner gewachsen. Sehr sicher mit eineinviertel Längen Vorsprung löste sich Danceteria von der Konkurrenz und schaffte beim 16. Start seinen siebten Erfolg.

Zukunft Australien

Die Zukunft von Danceteria, der mit den in München verdienten 100.000 Euro Siegbörse seine Gewinnsumme auf 274.301 Euro katapultierte, liegt in Australien, der Heimat der Besitzer. Racing Manager Ronald Rauscher: „Nächste Woche werden wir die genauen Pläne besprechen. Er könnte noch ein Rennen in Europa bestreiten und dann in Richtung Cox Plate gehen. Wir wussten nicht genau, wie er auf weichem Boden zurechtkommen würde, aber diese Frage hat er nun bestens beantwortet.“

Bis weit in die Zielgerade sah der Favorit Quest the Moon wie der Sieger aus, ehe Danceteria in bester Haltung an seiner Seite auftauchte und vorbeiging. Dafür wurde Wai Key Star immer zwingender, und der Stallgefährte lief als Zweiter das Rennen seines Lebens vor Quest the Moon, der sich als Dritter dennoch wacker schlug. Racing Manager Harald Schneider meinte: „Wir hatten mit einem starken Laufen von Wai Key Star gerechnet. Er war in bester Verfassung. Zuletzt in Baden-Baden war der Boden zu fest für ihn gewesen. Heute hat er alles super gemacht. Quest the Moon sah laut Oisin Murphy kurz wie der Sieger aus, aber das Derby könnte ihm noch ein wenig in den Knochen gesteckt haben.“

Alounak zeigte als sehr guter Vierter wieder aufsteigende Tendenz. Er hatte einen starken Moment. „Wir sind sehr zufrieden. Auch wenn 2.000 Meter nicht seine optimale Strecke sind, hat er sich auf weicher Bahn gut verkauft“, berichtete Racing Manager Holger Faust. Die übrigen Pferde hatten keine Möglichkeit, auch nicht die hochgehandelten Engländer Stormy Antarctic (Sechster) und Matterhorn (Siebter), der an der Spitze bald nachließ.