Champions League-Highlight bei der „größten Kaffeeparty der Welt“

Champions League-Highlight bei der „größten Kaffeeparty der Welt“
Quest the Moon

Großer Dallmayr-Preis mit vierbeinigen Turf-Stars und Top-Gästen in München.

Die Champions League im Fußball ist seit Jahren gerade in München in aller Munde, dank der Mannschaft der Bayern. Aber auch im Galopprennsport gehört die German Racing Champions League (elf Wertungsläufe in sechs deutschen Metropolen) zu der südlichen Metropole – wie an diesem Sonntag, wenn mit dem Großen Dallmayr-Preis (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.000 m, 7. Rennen um 16:40 Uhr) eines von zwei Top-Events der höchsten Kategorie die Zuschauer in Scharen auf die Rennbahn nach Riem locken dürfte.

Bei der „größten Kaffeeparty der Welt“ ist die Besetzung wahrlich exzellent oder „vollendet veredelt“ (in Anlehnung an den Werbeslogan des Sponsors).
Quest the Moon die Nummer eins der Münchener Cracks

Die große Hoffnung der Münchener Trainingszentrale in einem tollen Neuner-Feld ist Quest the Moon (mit Weltklasse-Jockey Oisin Murphy). Der von Sarah Steinberg, einer der Entdeckungen der Trainer-Szene, hier vorbereitete Hengst des Stalles Salzburg war Vierter im IDEE 150. Deutschen Derby nach nicht einmal optimalem Rennverlauf und könnte mit dem Gewichtsvorteil auch den älteren Cracks gefährlich werden.

Weitere Salzburg/Steinberg-Hoffnungen sind Runnymede (Rene Piechulek) und Wai Key Star (mit dem französischen Top-Jockey Gerald Mosse), die sich sicher steigern müssen. Alounak (Clement Lecoeuvre), den der Kölner Trainer Waldemar Hickst aufbietet, war schon mehrfach in guter Gesellschaft vorne dabei, gilt aber ebenfalls als Außenseiter.

Zwei Nachnennungen

Zwei Nachnennungen aus Köln gab es am Mittwoch für den Großen Dallmayr-Preis: Die gerade in einem Listenrennen erfolgreiche Wittekindshoferin Sword Peinture (Filip Minarik) aus dem Stall von Andreas Suborics und der von Peter Schiergen für den Stall Lucky Owner trainierte Walsingham (Andrasch Starke), zuletzt Fünfter im Großen Preis der Badischen Wirtschaft, rückten für 15.500 Euro Gebühr nachträglich ins Feld.

Starke Pferde aus dem Ausland

Stark ist die Resonanz der Gäste aus dem Ausland mit drei Cracks aus England: Am gefährlichsten könnte der im Besitz von Australian Bloodstock stehende Danceteria (mit Top-Reiter Jamie Spencer) sein, der als Vierter der Eclipse Stakes nur an solchen Ausnahmepferden wie der zweifachen Arc-Siegerin Enable scheiterte. Stormy Antarctic (Liam Keniry) gewann 2019 schon zwei Grupperennen, darunter auch die Frühjahrs Meile in Düsseldorf. Er ist von seinem Ehrenplatz im Vorjahr noch bestens bekannt. Auch Matterhorns (Joe Fanning) Referenzen können sich sehen lassen.