AWÖ Bundeschampionat 2017 – Österreich hat seine 14 neuen Champions gekürt

AWÖ Bundeschampionat 2017 – Österreich hat seine 14 neuen Champions gekürt

– Sieger im AWÖ YOUNG STARS Cup der fünfjährige Pferde: Gerhard Höhenwarter und Good Vibration | Foto: Copyright TEAM myrtill

AWÖ Bundeschampionat 2017 – Österreich hat seine 14 neuen Champions gekürt

Alljährliche Schärpenvergabe, stimmungsvolle Züchter- und Pferdeehrungen, Tag der Schulen & Tag der offenen Tür, AWÖ YOUNG STAR CUP Finalis, Bundesmeisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter und einige Programmerneuerungen – beim diesjährigen, von 29. September bis 01. Oktober 2017 datierten AWÖ Bundeschampionat hat sich das Organisationsteam rund um den neu gewählten AWÖ-Vorstand einiges vorgenommen und durfte nach drei Veranstaltungen ein erfolgreiches Fazit ziehen: Exzellente Teilnehmerfelder, würdige Titelträger, viele Besucher und positive Resonanz – so lautet das Resümee nach dem gelungenen Event.

Die Vorbereitungen zum traditionellem Jahreshighlight lief für das Veranstalterteam bereits Wochen und Monate zuvor an: Erweiterung des Fohlenchampionats mit der eigenen Wertung der springbetonten Stut- und Hengstfohlen, zusätzliche Rahmenbewerbe für – ältere – in Österreich gezogene Sportpferde, finale Station der beiden in der Dressur und Springen ausgetragenen AWÖ YOUNG STARS CUPS, Kooperationen mit den angrenzenden Gemeinden mit dem „Tag der Schulen“ und dem „Tag der offenen Tür“ und nicht zuletzt die feierlichen Ehrungen am Samstagabend vor toller Kulisse in der großen Stadlinger Halle. So ließen sich die Neuerungen im heurigen Jahr zusammenfassen.
Um den angereisten TeilnehmerInnen und Beschickern eine würdevolle Bühne zu bieten, wurde das Areal auf Hochglanz gebracht und aufwendig und mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Ein positiver erster Eindruck war gesichert.

Ganz gut angekommen war die neue Breeders-Riders-VIPs-Lounge im Foyer der großen Halle, wo Bernd Moser mit seiner Kärntner Truppe alle im gemütlichen Ambiente willkommen hieß.

Bestens geplant war der Ablauf der gut besetzten Zuchtbewerbe, die ein großes Lot nach Stadl-Paura lockten. Sowohl die Fohlen- als auch die Bundesstutenpräsentationen liefen dank der sehr gut durchdachten Organisation von Christoph Wörgötter reibungslos ab.

Fulminanter Freitagabend

Vier Länderflaggen, getragen von den Ländlichen Mannschaften zogen am Abend feierlich in der Großen Veranstaltungshalle ein und ließen andächtige Stimmung aufkommen. Die Bundesmeisterschafts-Teams aus der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg präsentierten sich vor den morgendlichen Geländeritten dem Publikum. Der Präsident der Ländlichen Reiter und Fahrer Herbert Gugganig übernahm die Ehrung von Alois Kaltenböck und machte in seiner Ansprache die Wertigkeit einer Veranstaltung wie dem Bundeschampionat klar. Zuvor stellten sich die Bundestuten noch dem Urteil der Richter. Die besten Stuten wurden für das morgige Finale selektiert. Der erste Championats-Tag fand in der von Bernd Moser mit viel Liebe zum Detail gestalteten Rider-Breeder-VIP-Lounge seinen stimmungsvollen Ausklang.

Stimmungsvoller Samstag

Zum fulminanten und gleichzeitig krönenden Abschluss des Samstages durfte man sich am Abend auf mehrere Programmhighlights freuen. Neben den Endringen der Fohlen und Bundesjungstuten fanden nämlich Züchter- und Pferdeehrungen statt: Nicht nur die besten Züchter des Jahres 2016 – Herbert Stanek, Heinz Winter und Petra & Stefan Wiesenberger – wurden feierlich mit Ehrenpreisen prämiert, sondern auch die besten Pferde der vergangenen Saison 2016 wurden prämiert. Der gekörte Hengst „Colloredo“ (Z.: Züchter Zuchthof Neumann-Ullrich) erstrahlte unter Roland Pulsinger. In Vertretung der Besitzerin Veronika Mandl wurden Urkunden und Glückwünsche an die Schwester Victoria Mandl überreicht, die auch gleichzeitig für die Züchter des besten Voltigierpferdes „Le Garcon du Coeur“, Sabine und Harald Käfer, die Ehrenpreise mitnahm. Leider mussten Christian Schranz und „Castro de la Bryere“ kurzfristig absagen und werden die Ehrung im Rahmen der Arena Nova am kommenden Wochenende nachholen. Mächtigen Jubel erntete das kongeniale Duo Ulrike Prunthaller und ihr aktuelles Top-Pferd „Bartlgut´s Duccio“, die eine eindrucksvolle Musikkür zeigten und mit viel Ausdruck und Schwung lektionssicher glänzten. Vor die Kutsche wurde „Nordwind“ gespannt – an den Leinen sein Züchter und Besitzer Georg Moser, der zusammen mit seinem vierbeinigen Partner ebenfalls zu begeistern wusste. In Sachen Ehrung sollte es aber noch nicht genug sein: Darüber hinaus erhielt nämlich der langjährige AWÖ Obmann Anton Ulm die Ehrenmitgliedschaft der AWÖ. Zudem wurde Erfolgsstute „Kuba 2“, vorgestellt von ihrem Reiter Gerald Beck, würdevoll und unter viel Applaus vom Sport verabschiedet und ihrem Züchter Walter Leitl übergeben.

Ehrentafel zur Bausteinaktion

Das AWÖ Bundeschampionat war ein würdiger Rahmen für die Enthüllung der Ehrentafel zum 20jährigen Jubiläum der Bausteinaktion im Pferdezentrum Stadl-Paura. Sie wurde in den Jahren 1997 und 1998 durchgeführt, 800 Teilnehmer erwarben dabei Bausteine im Wert von insgesamt 100.000 €. Dieser Betrag diente der Mitfinanzierung der großen Veranstaltungshalle (Ing. Karl Bauer Halle). Neben der offiziellen Ehrung war die Veranstaltung für viele Teilnehmer ein gesellschaftliches Ereignis, traf man doch auf alte Freunde und Pferdezüchter aus ganz Oberösterreich. Die Veranstalter, der Landesverband der Pferdezüchter Oberösterreichs als Träger der Baussteinaktion und die Pferdezentrum Stadl-Paura GesmbH als Bauherr der Ing. Karl Bauer-Halle, konnten rund 80 Teilnehmer begrüßen. Nach einem ersten gemütlichen Beisammen-sein im VIP Bereich des Bundeschampionates wurde die Ehrentafel feierlich der Öffentlich-keit übergeben. Nach der Begrüßung durch Ing. Karl Platzer und einem Rückblick durch Obmann Martin Steinbichler, bei dem er besonders auf die verdienten Personen in den ersten schwierigen Zeiten nach der Privatisierung des Pferdezentrums hinwies, wurde die Festrede von Agrarlandesrat Max Hiegelsberger gehalten. Neben dem Dank an die Bausteinkäufer, bekräftigte er das Engagement des Landes Oberösterreich zur Weiterentwicklung des Pferdezentrums Stadl-Paura.

„Bartlgut’s Fürstenberg“ und „United Europ“ glänzten im Viereck

Im ersten Teilbewerb am Freitag noch auf Rang 7, konnte er sich im großen Finale der vier- bis fünfjährigen Dressurpferde ganz nach vorne kämpfen und damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen: „Bartlgut’s Fürstenberg“, aus der Zucht von Herbert Stanek und vorgestellt von Ulrike Prunthaller überzeugte im Finalviereck vor allem im Trab und im Galopp. Satte 9,0 wurden dem Franziskus-Sohn dafür verliehen. Komplettiert mit 7,40 für den Schritt und 8,00 für die Durchlässigkeit ergab das eine Gesamtwertnote von 8,38. Damit wurde dem Hengst nach dem Titel „Bestes 3-jähriges Reitpferd“ in diesem Jahr die zweite Bundeschampionats-Schärpe verliehen. Die Finalplätze 2 und 3 decken sich mit dem Richterurteil aus dem ersten Teilbewerb. Vanessa Doblinger stellte erfolgreich den Fuchshengst „Lingh’s Liberty“ aus der Zucht von Andreas Voglstätter vor und holte mit gesamt 8,20 Punkten den Vize-Titel. Rang 3 ging an Renate Voglsang und der von Mag. Franz Maier (Wildenau) „Jacarda M“ v. „Blue Hors Zack“ (8,08 Punkte).
In der Altersklasse der fünf- bis sechsjährigen Dressurpferde war das Endergebnis weitaus weniger überraschend, haben sich die drei besten Pferde doch schon im ersten Teilbewerb als Favoriten auf den Titel herauskristallisiert. Mit einer 9,00 für den Trab und Noten über 8,00 in den anderen Teilwertungen ging der Bundeschampions-Titel an den Uphill-Sohn United Europ (Z.: Josef und Wolfgang Stürzlinger; B.: Magdalena Nagl). Erfolgreich vorgestellt wurde der Hengst von Geertje Hesse-Wadenspanner. Der Vize-Titel blieb mit dem im Besitz von Cosima Hilscher stehenden Jedermann (Z.: Mag. Franz Maier, Wildenau), vorgestellt von Ulrike Prunthaller, in Oberösterreich. Auf Platz drei brillierte der letztjährige nach Fürst Grandios gezogene Champion Flamini (Z. & B.: Christian Großholzner, Bad Hall), der unter Stephanie Dearing 8,20 Punkte verliehen bekam.

Leinen los für‘s Fahrpferdechampionat – der neue Champion heißt „Barrichello 3“!

Am Morgen des Finaltags wurde auch über das Fahrpferdechampionat entschieden. Insgesamt kamen drei Teilprüfungen zur Austragung: Neben Dressur und Kegelfahren wurden die Pferde auch von Fremdfahrern beurteilt und dabei stach einer ganz besonders hervor. „Barrichello 3“ hieß der souveräne Sieger in allen drei Teilbereichen, der von seinem Züchter Georg Moser (Seekirchen) vorgestellt wurde. Im Schnitt waren es 8,65 Punkte, die von den Richtern Ing. Walter Werni und Franz Feichtinger vergeben wurden. Auf dem zweiten und dritten Rang konnte Rudolf Pirhofer zwei seiner Jungspunde platzieren: Die aus der Zucht von Thomas Blumschein stehende „Bailey 3“ erhielt im Gesamtergebnis 7,29 Punkte und „Harlekin K“ (Z.: Franz & Matthias Kromoser, Neuhofen a.d. Ybbs) durfte ebenfalls eine vielversprechende Bewertung von 6,95 mit nach Hause nehmen. Die Stärken beider Pferde lagen im Kegelfahren, wobei auch der Fremdfahrer Erich Pürstinger in beiden Fällen von deren Qualität überzeugt war und eine 7,0 vergab.

Die besten Nachwuchsspringpferde sind gekürt: „Inoletto“ und „Amicello 2“ sprangen im Championat ihrer erfolgreichen Zukunft entgegen

Eigentlich glaubte schon jeder an einen Favoritensieg: Nach zwei überlegenen Siegen von „Good Vibration 2“ (Z.: Rita Moser, Lambrechten; B.: Verena Fritsch) in den ersten beiden Teilbewerben schien der Ausgang des Springpferdechampionats der fünfjährigen Pferde über 1,15 Meter bereits vorprogrammiert. Doch es sollte anders kommen: „Inoletto“, Sohn der ehemaligen Bundeschampionesse Inolette, unter dem Sattel von Stefanie Hirnböck konnte sich von Tag zu Tag steigern und der Sieg im Finale brachte dem Fuchs die verdiente Siegerdecke und Bundeschampionatsschärpe ein. In Summe sollte er 24,4 Punkte auf seinem Konto haben, was ihm einen respektablen Vorsprung auf die bereits erwähnten Seriensieger einräumte: „Good Vibration 2“ und Gerhard Höhenwarter mussten sich mit der Summe von 24 Punkten schlussendlich geschlagen geben. Auf Platz drei rangierte „Captain Jack Sparrow 6“ (Z.: Dr. Hummer-Niedermayr, Schwanenstadt), der mit der Summe von 23,8 Punkten seinem Reiter und Besitzer Andreas Pallisch ebenfalls große Freude bereitet hat.

In der Kategorie der sechsjährigen Pferde wurde es spannend: Die fünf Pferde mit den meisten Punkten auf ihrem Konto durften in das finale Stechen einziehen. Dabei wurde aus dem selektiven Grundparcours mit beeindruckendem Wassergraben, mächtiger Triplebarre und kniffeligen Linien von den Parcoursbauern Franz Schiermayr und Horst Efferdinger eine verkürzte Runde gebastelt. Die schnellste fehlerfreie Runde gelang „Amicello 2“ (Z.: Josef Nothegger) und Christoph Nothegger, die in 42 Sekunden die absolut beste Zeit aufgestellt haben. Die beiden haben sich den Titel auf ganzer Linie verdient, denn sie haben auch in Summe die höchsten Bewertungen an diesem Wochenende eingeheimst. Über den Vizetitel freuen darf sich Franz Steiner, der die letztjährige Titelgewinnerin „Franziska 3“ (Z.: Siegmund & Elisabeth Hutter, Rauris) durchgehend von ihrer besten Seite gezeigt hat und im Stechen nur 39 Hundertstel zurücklag. Platz drei ging an das dritte fehlerfreie Paar des Stechens: Philip Essl und die von Robert Thöni (Telfs) gezüchtete „Callista 3“ konnten mit ihrer sicher angelegten Stechrunde diese Topplatzierung mit nach Hause in’s Salzburger Land nehmen.

„Caramel 4“ glänzte im Buschpferdechampionat

Es hat sich in der samstägigen Geländepferdeprüfung bereits abgezeichnet: Die von Harald Riedl präsentierte fünfjährige Fuchsstute sprang an den Geländehindernissen in souveränster Manier, was von den Richtern mit einer glatten 9,0 bewertet wurde. Durch den doppelten Koeffizienten war den beiden der Sieg im Vielseitigkeitschampionat auch nach dem heutigen Springen nicht mehr zu nehmen – 31,84 Punkte misst die stolze Ausbeute, die sie zu verbuchen hatten. Knapp dahinter rangierte die siebenjährige „Chelsea 16“, die mit dem dritten Platz im Springparcours noch einiges aufzuholen wusste. Mit 31,4 Punkten rangiert sie mit ihrer Reiterin Katharina Thaller nur knapp hinter dem Siegerpaar. Auf dem dritten Platz fand sich „Vianelly TS“ ein, die ihre beständigen Noten in allen drei Teilprüfungen mit einem zweiten Platz im Springen noch einmal toppen konnte. Schlussendlich waren es 30,94 Punkte, die sie mit ihrer Reiterin Kristina Waltenberger erzielen konnte.

„Broadmoar’s D’Artnagnan“ und „Bartlgut’s Fürstenberg“ überzeugen im Reitpferdechampionat

Die drei- und vierjährigen Materialpferde wurden in zwei Teilbewerben und einem Fremdreitertest mit Harald Siegl und Stefan Peter ganz genau auf die Probe gestellt. Mit den Wertnoten 8,0 und 8,7 im Fremdreitertest und einer Gesamtwertnote von 8,60 schnitt Broadmoar’s D’Artagnan am besten ab und sicherte sich den Titel bei den dreijährigen Materialpferden. Quentin Terentino aus der Zucht von Dr. Bettina Fasching krönte sich zum Reservesieger. Cinnamon M von Züchter Mag. Franz Maier wurde mit 8,27 Punkten Dritter. Der Sieger bei den vierjährigen Materialpferden sahnte gleich doppelt an. Nach dem Sieg im Dressurpferdechampionat der Vier- bis Fünfjährigen, bekam Bartlgut’s Fürstenberg aus der Zucht von Herbert Stanek seine zweite Championatsschleife des Wochenendes umgehängt. Reservesiegerin der vierjährigen Materialpferde wurde die von Christine Seidl gezogene Stute Latina, die vor allem mit ihrem Gebäude punkten konnte. Skylight-G, die in allen drei Grundgangarten die Wertnote 8,5 verliehen bekam, komplettierte das Podest bei den vierjährigen Materialpferden.

Neue Bundesmeister in der Vielseitigkeit für die Ländlichen Reiter: Beide Titel bleiben in Oberösterreich

Oberösterreich war an diesem Wochenende im Busch nicht zu schlagen: Mit dem Einzeltitel von Barbara Rehschützer und dem Mannschaftssieg für das Team Oberösterreich I bleiben alle Meisterschärpen im Gastgeberland, im Fall des Einzeltitels sogar im Pferdezentrum Stadl Paura. Mit ihrem Top-Pferd „Amadeus 87“ konnte Barbara Rehschützer nach einer gelungenen Dressur auch im Gelände und im Springen fehlerfrei bleiben und sich somit den begehrten Titel sichern (51,7 Punkte). Mit einem gewissen Respektsabstand folgte Katrin Seltner im Sattel von „Memento“, die ebenfalls ihr Dressurergebnis von 57,2 Punkten beibehalten konnte und dafür mit dem Vizetitel belohnt wurde. Nur sehr knapp dahinter rangierte Birgit Brandstetter, die mit „Grafenstolz Boy“ leider einen Abwurf im finalen Springen hinnehmen und sich damit mit dem dritten Endrang zufrieden geben musste (57,5).

Die Ergebnisse von Barbara Rehschützer und Katrin Seltner flossen auch in die Mannschaftswertung für das Team Oberösterreich I ein. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Oberösterreich auch den Mannschaftstitel für sich gewinnen konnte. Gemeinsam mit Andrea Huber und Michaela Hengster stehen die beiden in der Mannschaftsmeisterschaftsehrung an der Spitze – insgesamt 179,1 Punkte bedeuteten den souveränen Sieg. Der Vizemeistertitel geht in die Steiermark, die von Robert Mandl, Isabella Krampl, Monika Reicher und Harald Riedl vertreten wurde (216,6 Punkte). Nur knapp dahinter rangierte das Team Salzburg I mit 218,5 Punkten, das aus einer reinen Damenrunde bestand (Viktoria Wimmer, Jana Bebek und Renate Berner).

Die Meisterschaftsbewerbe wurden im Rahmen der A- und L-Vielseitigkeitsprüfungen ausgetragen, wo natürlich auch die Platzierten dieser Bewerbe zu ehren waren: In der A-Vielseitigkeit siegte Eva Kerschbaumer, die bis auf einen Zeitfehler aus dem Springen ihr Dressurergebnis nach Hause reiten konnte (insgesamt 52,4 Punkte). Dahinter rangierten Harald Riedl und der diesjährige Bundeschampion der Vielseitigkeitspferde, die fünfjährige Stute „Caramel 4“, die mit 53,2 Punkten aus der Dressur und fehlerfreien Runden im Gelände und im Springen gehörig auftrumpfen konnten. Auf dem dritten Platz landete Kristina Waltersberger auf „Vianelly TS“, die nach ihrem Sieg im Springen mit 56 Punkten ebenfalls zufrieden sein darf. In der Klasse L entspricht das finale Ergebnis dem der Einzelbundesmeisterschaft.

Sportliche Rahmenbewerbe

Bei der Fülle an Rahmenbewerben zählte die Musikkür der schweren Klasse am Samstag und der sonntägige Große Preis über 1,40 Meter zu den großen Höhepunkten. € 1 000,- lautete die Dotation auf den Sieg im finalen S-Springen – zahlreiche aufstrebende Talente und langjährige Profis aus drei Bundesländern waren angereist, um sich in diesem Springen zu messen und am Ende vielleicht ein Stück vom großen Geldpreiskuchen abschneiden zu können. Das größte Stück dieses Kuchens sicherte sich Peter Englbrecht mit seine „Celine 12“. Nach dem Grundumlauf blieb er auch im finalen Stechen als einziger Doppelnull und verdrängte damit Michaela Lueger im Sattel von „Namiro 2“ auf den zweiten Platz, die einen ärgerlichen Flüchtigkeitsfehler hinnehmen musste. Ebenfalls platziert wurde Christian Juza, der mit der schnellsten Runde mit einem Abwurf im Grundumlauf auf dem dritten Endrang auftrumpfen konnte

Bei der gestrigen Qualifikation war es noch Platz drei – heute konnte Martina Huebner mit ihrem „Bardolino 4“ in der S-Kür die Richter auf ganzer Linie überzeugen. Bis zu 69,750 in der Technik und bis zu 74% in den künstlerischen Noten ließen am Ende stolze 70,625% auf der Anzeigentafel aufscheinen. Damit war ihr der Sieg vor Jasmin Jaklic sicher. Diese setzte auf ihren erst achtjährigen Hengst „Sir Sambucco GSH“, der zwar in den Einzelnoten teilweise wesentlich höher bewertet wurde (technische Noten bis zu 71,250% und künstlerische Noten bis zu 77%), sich aber am Ende mit einer Gesamtnote 70,542% knapp, aber doch mit dem zweiten Endrang zufrieden geben musste. Die Paarung kann damit jedoch mit absoluter Konstanz auftrumpfen, denn auch in der Qualifikation rangierte sie auf dem zweiten Platz. Weiters konnte Michal Kostal heute als dritter Reiter die magische 70%-Marke knacken: Mit dem Hengst „Bartlgut’s Fürst Theodor“ zeigte er Technik, die mit bis zu 69,25% bewertet wurde, und erreichte künstlerische Noten von bis zu 75%. Schlussendlich durfte er mit einer Gesamtnote von 70,125% mehr als zufrieden sein.

Fazit & Resümee

Das Bundeschampionat ist von je her DAS Fest des österreichischen Warmblutpferdes. Darum war es der neuen AWÖ-Verbandsführung besonders wichtig auch heuer wieder einen würdigen Rahmen für die Prämierung der besten Pferde Österreichs zu schaffen und das Bundeschampionat um einige Neuerungen zu bereichern. Besonders erfreulich aus Sicht des Obmanns Johannes Mayrhofer ist, dass der Zusammenhalt der Zuchtverbände bzw. der Bundesländervertreter im AWÖ Vorstand bestens geklappt hat was eine Grundlage für die vielen positiven Rückmeldungen war, die uns erreicht haben. Auch viele Anregungen für das nächste Jahr wurden an die Verbandsleitung herangetragen, die selbstverständlich so weit als möglich Berücksichtigung finden werden. Und was besonders erfreulich war aus züchterischer Sicht, dass das Championat ein großer Erfolg war. Die Qualität der gezeigten österreichischen Pferde war hoch, was auch die deutschen Richter bestätigt haben.

Nicht unerwähnt darf die großartige Zusammenarbeit mit den Ländlichen bleiben, die Austragung der Bundesmeisterschaft Vielseitigkeit mit A-Pferden hat diese Sparte abermals deutlich aufgewertet. In den nächsten Tagen werden wir uns bemühen, alle Punkte, die wir im kommenden Jahr noch verbessern wollen, zu sammeln, um beim Bundeschampionat 2018, das von 21.-23. September 2018 stattfinden wird, bestens gerüstet zu sein. Großer Dank gilt unserem gesamten Team, der Mannschaft vom Pferdezentrum Stadl-Paura sowie allen Beschickern, Züchtern und Teilnehmern, die dafür gesorgt haben, dass das diesjährige AWÖ Bundeschampionat ein großartiger Erfolg war.

AWÖ Bundeschampionat 2017 – Österreich hat seine 14 neuen Champions gekürt

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Quelle: Mag. Theresa Deisl