Adrie de Vries mit Glanzritt im Großen Preis von Lotto Hamburg

Adrie de Vries mit Glanzritt im Großen Preis von Lotto Hamburg

Der Mega-Fight von Devastar.

Drei Tage vor dem IDEE 149. Deutschen Derby landete das Team von Weltstar, Adrie de Vries/Champion Markus Klug, bereits einen Top-Treffer auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn: Im Großen Preis von Lotto Hamburg (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m) vor 7.500 Zuschauern am Donnerstagabend triumphierte diese Mannschaft mit Gestüt Park Wiedingens Devastar (56:10), der von der Spitze aus einen grandiosen Kampf hinlegte.

Stets hatte Adrie de Vries mit dem sechsjährigen Areion-Sohn, der in dieser Prüfung vor einem Jahr Vierter gewesen war, die Führung, doch als der Favorit Va Bank (Eduardo Pedroza) Mitte der Geraden angriff, schien er passiert doch sein. Aber dann bewies Devastar sein großes Herz und rappelte sich noch einmal entscheidend auf. Und genau im Ziel hatte er wieder den Kopf vorne und die Siegbörse von 32.000 Euro auf das Konto seines Besitzers Helmut von Finck galoppiert.

„Das Pferd ist der Wahnsinn, und Adrie hat super geritten. In diesem Jahr toppt er noch alles. Es war sein dritter Erfolg 2018 und der zweite Gruppesieg insgesamt. Wir steuern nun wahrscheinlich den Preis der Sparkassen-Finanzgruppe in Baden-Baden und dann wieder den Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten an“, schilderte Trainer Markus Klug. Beim 28. Start war es der achte Erfolg für Devastar, der nun 222.500 Euro verdient hat.

Der 23:10-Favorit Va Bank unterlag in allen Ehren. „Der Rennverlauf passte, daran lag es nicht. Man darf nicht vergessen, dass er erst seinen zweiten Start nach langer Pause absolvierte“, versicherte Trainer Andreas Wöhler.

Zufrieden war auch die Mannschaft des Ittlingers Sound Check, der als Dritter nur eine halbe Länge hinter den beiden Erstplatzierten folgte und immer stärker wurde. Auf weiterer Distanz wäre er noch gefährlicher geworden. „Das war wirklich sehr gut auf dieser Strecke und mit Höchstgewicht“, sagte sein Betreuer Peter Schiergen.
Itobo schien innen kurz mehr als Rang vier zu erreichen. Trainer Hans-Jürgen Gröschel haderte mit dem Ritt: „Er war viel zu früh in Position und ging ganz alleine an der Innenseite.“ Sky Full of Stars begleitete unterwegs den späteren Sieger, konnte sich aber ebensowenig steigern wie Matchwinner, der unterwegs sogar mit Abstand folgte, und Northsea Star.

DFB-Präsident Grindel zu Besuch

Besonderer Ehrengast war Reinhard Grindel, der Präsident des DFB. „Es ist nicht schlecht, sich auch einmal auf andere Dinge zu konzentrieren als auf den Fußball“, erklärte er. „Zum Derby kann ich leider nicht kommen, da ich noch einmal eine Woche zu den Halbfinals und dem Finale der WM nach Russland fliege. Ich habe aber schon zehn bis zwölf Derbys gesehen. Ich bin auch häufiger auf der Rennbahn in Hannover und zudem sehr gut befreundet mit dem Direktoriums-Präsidenten Michael Vesper. Favorit auf den Weltmeister-Titel ist für mich Frankreich, aber es hat ja bei dieser WM viele Überraschungen gegeben.“

Vorfreude auf das Rennen des Jahres

Schon jetzt herrscht große Vorfreude auf den Höhepunkt der deutschen Galopp-Saison, das IDEE 149. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m), Rennen der German Racing Champions League 2018, am Sonntag, 8. Juli in Hamburg.