Kategorienarchiv: Geschichte der Kutsche

Kutschen, unvergängliche Schönheiten

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Achenbach, statt Ach- und Krach

Benno von Achenbach

Benno von Achenbach

Das Fahren mit Pferd und Kutsche hat lange Tradition und ist eng mit der bäuerlichen Kultur verwurzelt. Eingesetzt bei der Arbeit und Hauptverkehrsmittel auf Straßen und Wegen, waren Gespanne ein vertrauter Anblick.

Dies ist heute nicht mehr der Fall. Aber stilgerechte Kutschen, ein farbenprächtig geschmücktes Gespann auf einem Fahrturnier oder ein Freizeitfahrer, der mit seinem Pferden im flotten Trab die Natur genießt, all dies ist Vergnügen für jeden Fahrer und eine Augenweide für die Zuschauer. Es sieht so einfach aus. Aber auch Fahren will gelernt sein. Das Gespann erfordert eine Fülle von Wissen um Geschirre, Wagen und korrekte Pflege, die richtige Anspannung und vieles mehr.

In früheren Zeiten wurde dieses Wissen rund um das Fahren vom Vater an die Kinder weitergegeben. Wertvolle Informationen bieten der Erfahrungsschatz von „alten Hasen“.

Ganz gleich um welchen Fahrsport es sich handelt, man sollte sich stets vor Augen halten, dass Pferde Lebewesen sind, mit einer ureigensten Sprache. Es erfordert Zeit, um den Pferden und Fahren die Chance zu geben sich kennenzulernen, um sich gegenseitig zu „beschnuppern“.

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Die Fahrkandare

Kandare (ung. kantár: „Zaumzeug“) nennt man im Pferdesport ein Gebissstück mit Hebelwirkung, im Unterschied zum Pelham und zur hebellosen Trense. Mit der Kandare, oft schlicht „Stange“ genannt, dürfen nur Reiter mit weicher Hand und zügelunabhängigem Sitz reiten, da durch die Hebelwirkung eine enorme Kraft aufgebaut werden kann, wodurch es bei unsachgemäßem Gebrauch zu Verletzungen des Pferdemauls kommen kann.

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Historische Kutschen, unvergängliche Schönheit

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Das Museum für Kutschen, Chaisen, Karren in Heidenheim an der Brenz ist eine Außenstelle des Württembergischen Landesmuseums.

In vier Abteilungen zeigt das Museum etwa 80 Fahrzeuge und andere Ausstellungsstücke aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert, geordnet nach den Themen Verkehrsgeschichte, Lastentransport, Luxusfahrzeuge und Landwirtschaft.

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Begriffe Fuhrwerk, Karre und Wagen

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Landwirtschaflicher Pferdewagen

Ein Fuhrwerk ist ein von Zugtieren gezogener Wagen. Der altertümliche Begriff Stellwagen hat sich auch in der Berufsbezeichnung Stellmacher für Wagenbauer niedergeschlagen.

Bis zur Erfindung maschineller Antriebe waren die meisten Karren (einachsig zweiräderig) und Wagen (zweiachsig) Fuhrwerke. Anfänge und Entwicklungen sind unter dem Oberbegriff Wagen aufgeführt. Mit der technischen Entwicklung haben sich viele Begriffe verschoben. So meinte man im 19. Jh. mit Lastwagen in der Regel eine Art von Fuhrwerk; heute ist Lastwagen gleichbedeutend mit Lkw.

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Geschichte der Kutsche in Europa

Postkutsche zwischen Pontresina und Roseggletscher

Postkutsche zwischen Pontresina und Roseggletscher

Die Kutsche – ein Statussymbol

Schon die Römer benutzten, zumindest ab dem 2. Jahrhundert nach Chr., gefederte Reisewagen. Die Technik ging aber mit dem Niedergang der Antike offensichtlich verloren. Im 15. Jahrhundert wurde die Federung im ungarischen Kocs erneut erfunden. Die erste urkundliche Erwähnung des Wortes kocsi (damals noch kocsy buchstabiert) datiert in das Jahr 1469. Von da an wurde an den Kutschen stetig verbessert, was immer die Entwicklung der Technik hergab. Der große Erfolg dieses komfortablen Kutsch-Wagens, der sich schnell über den ganzen Kontinent ausbreitete, spiegelt sich darin wider, dass in zahlreichen europäischen Sprachen entsprechende Bezeichnungen nach diesem Erfindungsort benannt wurden (und auch heute noch so genannt werden), beispielsweise coach (englisch), Kutsche (deutsch), coche (französisch), cocchio (italienisch), coche (spanisch).

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Gottlieb Wilhelm Daimler – Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller

Gottlieb Wilhelm Daimler - Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller

Gottlieb Wilhelm Daimler – Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller

Gottlieb Wilhelm Daimler – Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller

Daimler wurde am 17. März 1834 in Schorndorf als zweiter Sohn des Gastwirts und Bäckermeisters Johannes Daimler und dessen Ehefrau Frederika geboren. Im Geburtshaus ist heute ein Museum eingerichtet, zudem erinnert ein Denkmal beim Schorndorfer Rathaus an den berühmtesten Sohn der Stadt.

Nachdem er die Realschule 1848 abgeschlossen hatte, ließ Daimler sich zum Büchsenmacher ausbilden. 1852 beendete er die Ausbildung mit der Gesellenprüfung. 1853 begann er durch Vermittlung des württembergischen Wirtschaftsförderers Ferdinand von Steinbeis in einem Maschinenbauunternehmen im elsässischen Graffenstaden zu arbeiten. 1857 verließ er die Firma und begann ein Maschinenbaustudium an der Polytechnischen Schule in Stuttgart. Hier wurde er Mitglied der Studentenverbindung Corps Stauffia Stuttgart.

Nach Ende seines Studiums und mehreren von Steinbeis initiierten Studienreisen ins Ausland begann er 1862 als Konstrukteur für die Metallwarenfabrik Straub in Geislingen an der Steige zu arbeiten.

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